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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Februar 2013

Grundlegende Reform der Pflegeausbildung notwendig

Die Volkssolidarität begrüße die gesetzliche Verankerung der Ausbildungsverkürzung und der Vollfinanzierung der beruflichen Weiterbildung über die Bundesagentur für Arbeit, betonte  die Verbandsvizepräsidentin. "Dadurch werden erste wichtige Schritte eingeleitet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Diese Schritte in die richtige Richtung brauchen aber eine Fortsetzung." Zu den zentralen Forderungen der Volkssolidarität gehöre eine zuverlässige Finanzierung der Pflegeausbildung.

„Die Volkssolidarität bleibt bei ihrer Forderung nach einer grundlegenden Reform der Ausbildung in den Pflegeberufen.“  Dies erklärte die Vizepräsidentin der Volkssolidarität, Carola Ahlert, am Dienstag.  Aus Anlass der Beratungen des Gesetzentwurfes „Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege“ im Bundestag sagte sie: „Wir brauchen dringend eine generalistische Ausbildung in der Pflege, die den eigenständigen Charakter der Pflegeberufe stärkt und zur Verbesserung ihres Images beträgt. Damit müssen wir auch dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken.“

 „Eine Einigung in dieser Frage darf nicht weiter verzögert werden“, forderte Ahlert. „Wir sind für ein Umlageverfahren, damit sich alle Einrichtungen und Dienste an der Ausbildungsfinanzierung beteiligen und nicht nur diejenigen die Lasten tragen, die seit Jahren ausbilden. Ferner wollen wir eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Doppelbelastung vieler Beschäftigter in den Pflegeberufen ist eine der Ursachen dafür, dass die durchschnittliche Verweildauer im Beruf viel zu kurz ausfällt und sich das Fachkräfteproblem verschärft.“

Die Verbandsvizepräsidentin forderte: „Die Politik darf sich nicht mit kleinteiligen Maßnahmen zufrieden geben. Das
Pflegeberufegesetz muss noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden. Denn Pflegebedürftige benötigen heute und nicht erst
morgen professionelle Pflegefachkräfte, die sie in Deutschland und nicht im europäischen Ausland in hoher Qualität versorgen. Das
sind wir unserem Anspruch auf gute Pflege schuldig.“

Die Volkssolidarität betreut und pflegt rund 40.000 pflegebedürftige Menschen in mehr als 150 ambulanten, 30 teilstationären und 60
stationären Einrichtungen. Angesichts akuter Engpässe des Pflegepersonals und einer alternden Belegschaft legen die Experten des
Kompetenzzentrums Pflege der Volkssolidarität ihren Schwerpunkt auf eine lebens- und ereignisorientierten Personalentwicklung in der
Pflege. Als eine Handlungsstrategie zur Fachkräftebindung soll sie individuelle Lebenssituationen der Mitarbeiter und betriebliche
Erfordernisse besser in Einklang bringen.

Quelle: Volkssolidarität


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