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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
06. Mai 2013

Grüne wollen Zigarettenautomaten verbieten

Mit einem Verbot von Zigarettenautomaten wollen die Grünen Jugendliche vom Rauchen abhalten. Die vorhandenen Maßnahmen seien unzureichend, heißt es in einem Fraktionsantrag an den Bundestag. Außerdem solle es weniger Werbung für Tabakprodukte im öffentlichen Raum geben, vor allem an der Ladenkasse. Das aktuelle System zur Alterskontrolle sei "nicht effektiv".

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding begrüßte den Grünen-Vorstoß. Dem Missbrauch sei mit dem bestehenden System Tür und Tor geöffnet, sagte er der «Saarbrücker Zeitung» (Samstag). Automaten machten außerdem Lust zu rauchen. Deswegen sei es richtig, die Vertriebswege von Zigaretten noch einmal kritisch in den Blick zu nehmen.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU), spottete hingegen im Kurznachrichtendienst Twitter: "Sie haben wieder etwas gefunden, was sie verbieten können: Zigarettenautomaten!"

Dem Zeitungsbericht zufolge gibt es in Deutschland rund 350 000 Automaten. Im Jahr 2004 waren es noch doppelt so viele. Seit 2007 können Zigaretten nur noch mit Hilfe von EC- oder anderen Chipkarten am Automaten gezogen werden. Rauchen ist zudem erst ab 18 Jahren erlaubt. Etwa ein Viertel aller Jugendlichen würden nach einer Umfrage aber die Altersschranken umgehen, argumentieren die Grünen in ihrem Antrag.


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