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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. Dezember 2015

Grüne: Krankenkassen dürfen nicht beim Krankengeld sparen

Mehr als acht Milliarden Euro gaben die Krankenkassen allein in den ersten drei Quartalen für Krankengeld aus - obwohl sie zum Ärger von Patienten immer wieder versuchen, hier zu sparen. Was ist zu tun?

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Vor der Veröffentlichung eines offiziellen Berichts zum Krankengeld haben die Grünen die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, bei dieser Leistung nicht unzumutbar zu sparen. "Die Aufgabe der Krankenkassen ist, ihre Versicherten in schwierigen Zeiten zu unterstützen", sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Montag legen unabhängige Regierungsberater einen Bericht über die seit Jahren steigenden Krankengeldausgaben der Kassen vor.

In den vergangenen zehn Jahren hatten sich die Krankengeldausgaben der Kassen fast verdoppelt. Im vergangenen Jahr gaben die Versicherungen dafür 10,6 Milliarden Euro aus. Um zu sparen, haben Krankenkassen laut Patientenberatern in der Vergangenheit Versicherten immer wieder Krankengeld verweigert.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen übergibt seinen Bericht zum Thema an diesem Montag an Gesundheitsministerin Hermann Gröhe (CDU). Gröhe hatte das Gutachten 2014 in Auftrag gegeben.

Klein-Schmeink sagte, wenn schwarze Schafe unter den Kassen versuchten, Patienten mit Krankengeldbezug zu bedrängen, seien die Aufsichten und der Gesundheitsminister aufgefordert gegenzusteuern. Die stetig steigenden Ausgaben für Arzneimittel, Klinik- und Arztbehandlungen dürften einzelne Kassen nicht dazu verleiten, im Gegenzug bei den Patienten zu sparen.

Das Gutachten des Sachverständigenrats werde hoffentlich zeigen, welche Regelung beim Krankengeld die Kassen darin bestärke, ihre Versicherten nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen, so die Politikerin.

Die Ausgaben der Kassen fürs Krankengeld sind seit mehreren Jahren deutlich, zum Teil zweistellig gestiegen. In den ersten drei Quartalen 2015 stiegen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% auf 8,4 Milliarden Euro.


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