Montag, 26. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Canakinumab
Canakinumab
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
12. März 2018

Grippewelle trifft Blutspende

Die aktuelle Erkältungs- und Grippewelle hat nun auch die Blutversorgung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen erwischt. Wer einen grippalen Infekt hat oder Antibiotika einnimmt, darf kein Blut spenden. Auch nach einer überstandenen Erkrankung muss eine Spendepause eingehalten werden. So kamen in den letzten Wochen deutschlandweit weniger Menschen zur Blutspende. Die Vorräte in den Depots werden knapp. Die Lage ist sehr angespannt.
Anzeige:
Blenrep
Blenrep
„Täglich werden mehr Konserven verwendet, als wieder nachkommen, die Bestände an Blutprodukten sind geschmälert“, schildert Dr. med. José Rivero, Transfusionsmediziner und Vorstand des Haema Blutspendedienstes, die Situation. Er appelliert daher an alle gesunden Bürger, die nächste Blutspende nicht länger aufzuschieben: „Es besteht aktuell ein großer Bedarf an Blutspenden.“ Auch vor dem Hintergrund der nahenden Osterfeiertage und -ferien, sollte sich die Situation schnell wieder entspannen. Auch dann wird mit einer saisonal typisch geringen Zahl an Blutspendern gerechnet. Auf Grippewellen und Feiertage vorbereiten, können sich die Blutspendeeinrichtungen nur bedingt. Das Problem ist die begrenzte Haltbarkeit von Blutpräparaten. Je nach Art des Produkts können diese nur zwischen vier und 49 Tagen nach der Spende Patienten gegeben werden.
 
Angesprochen sind Spender aller Blutgruppen, außer B Rhesus positiv und AB Rhesus positiv. Hier ist die Situation unkritisch. Eine Besonderheit sind Menschen mit der Blutgruppe Null Rhesusfaktor negativ. Im Bereich der Blutspende und Transfusionsmedizin haben sie eine einzigartige Stellung. Das Blut der sogenannten Universalspender kann nicht nur für Patienten mit dieser, sondern im äußersten Notfall auch für Personen beliebiger anderer Blutgruppen eingesetzt werden. In Mitteleuropa haben lediglich 7% der Bevölkerung diese Blutgruppe.
 
Blut spenden kann jeder, der sich gesund fühlt, mindestens 18 Jahre alt ist und nicht weniger als 50 Kilogramm wiegt. Vorzulegen ist lediglich der gültige Personalausweis. Außerdem sollten Spender nicht mit leerem Magen kommen und im Vorlauf der Spende reichlich alkoholfreie Getränke zu sich nehmen – am besten Wasser, Tee oder Säfte. Die Spende an sich dauert ca. zehn Minuten, die Anmeldung und Untersuchung für Erstspender etwa 45 Minuten. Der Haema Blutspendedienst bietet dazu bundesweit in 35 festen Zentren und an zahlreichen mobilen Blutspendeterminen die Möglichkeit.

Im Schnitt 15.000 Blutspenden täglich sind notwendig, um den Bedarf an Blutprodukten in Deutschland zu decken. Rund zwei Drittel aller Menschen in der Bundesrepublik sind irgendwann in ihrem Leben auf Blutspenden oder daraus hergestellte Medikamente angewiesen. Doch nicht nur Kranken und Verletzten kommt der freiwillige Aderlass zugute. Neben des kostenlosen Gesundheitschecks und der labormedizinischen Untersuchung des Blutes erhält jeder Spender einen Nothilfepass mit Ausweisung der Blutgruppe. Studien belegen außerdem: Wer regelmäßig Blut spendet, senkt damit das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Jedem Haema-Blutspender wird zudem eine Aufwandsentschädigung gewährt.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.haema.de oder telefonisch kostenfrei unter 0800/9779770.

Quelle: Haema Blutspendedienst


Anzeige:
Akynzeo
 
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Grippewelle trifft Blutspende"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose