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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
06. September 2012

Grauduszus: „Versorgungseinbrüche werden unvermeidlich sein!“

„In einem Land, in dem die Tarifautonomie zurecht einen hohen Stellenwert besitzt, kann es auch niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nicht verwehrt sein, mit Mitteln des Arbeitskampfes für ihre mehr als berechtigten Forderungen zu streiten.“ Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) sagt angesichts einer „von den Krankenkassen verschuldeten desaströsen Honorarsituation in der niedergelassenen Ärzteschaft einen ‚heißen Herbst’ im Gesundheitswesen voraus. 

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Die Krankenkassen gebärdeten sich entgegen ihrem gesetzlichen Auftrag als gewinnorientierte Sparkassen: „Sie horten mittlerweile Überschüsse von rund 22 Milliarden Euro, verweigern dieses Geld jedoch der Versorgung der Patienten.“ Der jetzt erfolgte Honorar-Abschluss bedeute in der Realität einen Einkommensverlust von rund 10% für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, da ihnen Inflationsausgleich und Ausgleich der gestiegenen Kosten seit 2008 schlicht verweigert werde. 

 Mit dem angeblichen Bestreben, für schlechtere Zeiten vorzubeugen, „täuschen die Krankenkassen eine Solidität und Seriosität vor, die sie sehr kurzfristig aufgrund von unvermeidlichen Versorgungseinbrüchen nicht werden halten können“, stellt Grauduszus fest. 

Wenn die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen nämlich nur entsprechend den von den Krankenkassen zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln arbeiten würden, „wird es in den kommenden Wochen massenhaft zu vorübergehenden, durchaus auch länger andauernden Praxisschließungen kommen“, prognostiziert der FÄ-Präsident. Es müsse endgültig Schluss sein „mit dem für uns würdelosen Zustand der unbezahlten ärztlichen Arbeit.“ 

Grauduszus sieht dabei den „informierten Patienten durchaus als Verbündeten“, der die gesundheitspolitische Entwicklung verfolge und sich dadurch zu einem eigenständigen Partner im Gesundheitswesen entwickle: „Dem trägt die ‚Freie Ärzteschaft’ durch Informationen in den Praxen Rechnung“, kündigte Grauduszus ein „Merkblatt zum heißen Herbst“ zur Auslage in den Praxen an (Kopiervorlage ist abrufbar auf www.freie-aerzteschaft.de).

Quelle: Freie Ärzteschaft e.V.


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