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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. Dezember 2012

GFB: „Was wollen die Kassen wirklich?“

Über die Gründe der Blockadehaltung gegenüber den Forderungen einer Verbesserung der Versorgung kann nur gemutmaßt werden. Konfrontation um jeden Preis? Kampf gegen die Selbstverwaltung? Verhinderung von dringend notwendigen Verträgen zur Verbesserung der Versorgung zu Lasten der Patienten?

Das Honorarplus aus den Verhandlungen von KBV und Spitzenverband wird von den Kassen offenbar als großzügiges Zugeständnis an die ambulant tätigen Ärzte und als Alibi für die aktuelle Blockadehaltung gewertet, dem keine weiteren Verträge folgen dürfen. Dabei wird aber völlig übersehen, dass das „Honorarplus“ dem Inflationsausgleich für die Jahre 2009 – 2011 entspricht. Die Ausgliederung psychotherapeutischer Leistungen aus dem fachärztlichen Honorartopf kann nicht als Honorarplus gewertet werden, sind diese Leistungen über 10 Jahre aus dem Budget der fachärztlichen Versorgung getragen worden. Ein Honorarplus für Versorgungsverbesserungen, der Abbau des Investitionsstaus und ein Anreiz für den ärztlichen Nachwuchs steht allerdings aus.

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz hat der Gesetzgeber den Weg für regionale Honorar- und Strukturverhandlungen zur Verbesserung der Versorgung vor Ort geebnet. Auch diese Möglichkeit wird nicht genutzt. Stattdessen werden seit Monaten Diffamierungen der Ärzteschaft und polemische Versorgungsvergleiche mit dem Ausland behauptet, ohne allerdings die unterschiedlichen Versorgungsstrukturen und –kosten zu erwähnen.

Qualität der Versorgung chronischer Erkrankungen und deren Kosten stellen besondere Anforderungen an Ärzte und Kostenträger. Die GFB fordert die Kassen auf, sich innovativen Verträgen nicht weiterhin zu verschließen, die eine Verbesserung des Versorgungsgeschehens bringen.

Quelle: Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände


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