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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. Juni 2019

Gewalt in der Pflege früh erkennen und nicht verharmlosen

Gewalt kommt leider vor, auch in der Pflege – und unter Angehörigen. Mögliche Ursachen gibt es dabei viele, erklärt Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Stress und Überforderung sind zwei der Risikofaktoren. Hinzu kommen zum Beispiel hohes Aggressionspotenzial, eine Suchterkrankung oder gesundheitliche Probleme – und zwischenmenschliche Konflikte.
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Um solche Vorfälle zu verhindern, sollten pflegende Angehörige von Anfang an ihren eigenen Stress-Level im Blick behalten – und auf Warnzeichen achten. Denn die gibt es, sagt Suhr. "Ständige Müdigkeit zum Beispiel oder Gereiztheit, Schuld- oder Versagensgefühle, dieses "Ich schaff nicht mal das"".

Von da ist es meistens nicht mehr weit zum Gewaltausbruch, wobei Gewalt in der Pflege nicht zwingend physisch sein muss. Auch Beleidigungen und Vernachlässigung fallen darunter. "Wichtig ist vor allem, solche Vorfälle nicht zu verharmlosen", sagt Suhr.

Spätestens nach dem ersten Ausbruch sollten sich pflegende Angehörige Techniken suchen, um aggressive Situationen zu entschärfen. "Das können ganz einfache Dinge sein, das Zimmer verlassen, wenn man spürt, dass man wütend wird, oder tief durchatmen und bis zehn zählen etwa", sagt Suhr. "Und dann sollte man sich Hilfe holen."

Quelle: dpa


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