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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Dezember 2013

Gewalt in der Pflege beginnt oft verbal

Bei der häuslichen Pflege stoßen viele an ihre emotionalen Grenzen. Auf einmal seinen Ehemann oder seine -frau zu betreuen, ist ungewohnt und belastend. Dass aus Überforderung Gewalt wird, ist dabei gar nicht so selten. "Dann ist der erste wichtige Schritt, dass Angehörige selbst merken, dass sie eine Grenze überschreiten", sagt Rolf-Dieter Hirsch. Er ist Alterspsychiater und Mitglied im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Das müsse nicht soweit gehen, dass jemand handgreiflich wird. "Wenn ich eigentlich der ruhige und bedächtige Typ bin, und mir dann immer öfter Schimpfwörter rausrutschen, ist das schon ein Warnsignal."

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Wichtig ist, in einem solchen Fall nicht darauf zu warten, dass sich die Lage zu Hause von selbst wieder entspannt. Unter die Arme greifen kann einem beispielsweise eine Tagespflege, die ambulant nach Hause kommt und für ein paar Stunden Freiraum sorgt. Ansprechpartner können Pflegestützpunkte oder auf Demenz spezialisierte Verbände sein.

Die negativen Gefühle gegenüber dem Pflegebedürftigen wallen vor allem dann auf, wenn die Angehörigen die Betreuung nur aus einem Pflichtgefühl - nicht aus Verbundenheit heraus - übernehmen. Die Gefahr sei dann größer, dass die Situation zu Hause eskaliert, sagt Hirsch.


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