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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. Dezember 2015

Gesundheitschecks für ältere Autofahrer

Neun von zehn Hausärzten fordern eine Aufnahme von Untersuchungen in den gesetzlichen Leistungskatalog. Experten empfehlen bereits seit Längerem regelmäßige freiwillige Gesundheitschecks, bei denen die Fahrtüchtigkeit von älteren Autofahrern geprüft werden soll. Bisher fehlt es jedoch an einheitlichen hausärztlichen Richtlinien, die verbindliche Kriterien für einen Check festlegen.

Eine aktuelle TNSEmnid-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) unter 500 Hausärzten zeigt: 91% aller Befragten befürworten allgemeingültige Standards, die in den Leistungskatalog für abrechenbare ärztliche Dienste der gesetzlichen Krankenkassen (GVK) aufgenommen werden.

Sichere Mobilität fördern

"Der Hausarzt oder die Hausärztin kennt die medizinische Vorgeschichte seiner Patientinnen und Patienten und genießt einen hohen Vertrauensvorschuss. Sie sind ideale Ansprechpartner für einen freiwilligen Check. Damit sie diese Rolle wahrnehmen können, müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen", so DVRHauptgeschäftsführer Christian Kellner. "Angesichts der demografischen Entwicklung sind immer mehr ältere Menschen im Straßenverkehr unterwegs. Deshalb brauchen wir Standards, die sichere Automobilität auch im höheren Alter fördern."

Verkehrsmedizinische Fortbildungen wenig verbreitet

Bereits in einer Umfrage, die der DVR 2012 in Auftrag geben hat, forderten drei Viertel (76 Prozent) der Ärzte einheitliche Richtlinien für freiwillige Gesundheitschecks. Die aktuelle Befragung zeigt zudem: 64 Prozent halten Gesundheitschecks für sehr wichtig 33% für wichtig. Knapp zwei Drittel (65%) geben zudem an, dass die Zahl ihrer Beratungsgespräche rund um das Thema Fahrtüchtigkeit in den letzten Jahren zugenommen hat. Um ältere Autofahrer zu motivieren, einen Gesundheitscheck durchführen zu lassen, halten 52% der Befragten 1 TNS-Emnid, 500 Allgemeinärzte, Praktiker sowie Internisten (API), September 2015 Anreizsysteme für geeignet - etwa einen Bonus durch die Krankenkasse.

Basis für die verkehrsmedizinische Untersuchung

Welche Untersuchungen sollte der Hausarzt während eines freiwilligen Gesundheitschecks durchführen? Auf Basis der Anlage 4 und 6 der Fahrerlaubnisverordnung und der Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung der Bundesanstalt für Straßenwesen lässt sich der Rahmen für einen freiwilligen Gesundheitscheck abstecken. Hier wird ausgeführt, welche Voraussetzungen bei wichtigen Krankheiten und Beeinträchtigungen vorliegen müssen, um Kraftfahrzeuge (wieder) sicher führen zu können.
Mediziner können außerdem auf das Sreeningstool SCREEMO zurückgreifen. Es wurde von Wissenschaftlern vom Zentrum für Evaluation und Methoden der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) entwickelt und stellt Untersuchungen vor, die eine schnelle und unkomplizierte erste Einschätzung der Fahrkompetenz älterer Autofahrender liefert. Sollten Einschränkungen festgestellt werden, unterliegen Ärzte ihrer Schweigepflicht.

Die Aktion Schulterblick: Sicher mobil bis ins hohe Alter

Die Aktion Schulterblick des DVR macht auf die Notwendigkeit freiwilliger Gesundheitschecks aufmerksam. Mehr Informationen finden Sie unter www.dvr.de/schulterblick. Die Aktion Schulterblick wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unterstützt. Der DVR wurde 1969 als Verein gegründet und ist mit seinen mehr als 200 Mitgliedsorganisationen die Kompetenzplattform in allen Fragen der Verkehrssicherheit.

Quelle: DVR


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