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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
25. August 2016

Frankreich will Opfer von Epilepsie-Medikament entschädigen

Die französische Regierung will Opfer eines umstrittenen Epilepsie-Medikaments entschädigen. "Das ist ein erster Sieg", sagte die Opfer-Vertreterin Marine Martin am Mittwoch in Paris nach der Vorstellung einer Studie über die Gefahren des Medikaments Dépakine für Schwangere. Bis Ende 2016 soll das Parlament über eine Entschädigung entscheiden, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Das Mittel hilft Epileptikern bei Krämpfen, kann bei Neugeborenen aber zu Schäden führen. Nach dem Bericht der Gesundheitsbehörden nahmen zwischen 2007 und 2014 knapp 15.000 Frauen das Medikament während der Schwangerschaft ein. Unklar blieb allerdings, für wie viele Kinder das Medikament tatsächlich gesundheitliche Folgen hatte. In der Studie wird lediglich festgestellt, dass die Frauen etwa 8.700 Kinder zur Welt brachten.

Das Medikament wird in Frankreich seit 1967 verkauft. Es kann bei Neugeborenen zu Geburtsschäden, zu einem erhöhten Risiko für Autismus, geistige oder körperliche Behinderung führen. Verwendet wird das Mittel neben Epilepsie auch gegen bipolare Störungen.

Quelle: dpa


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