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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
23. Oktober 2014

Forscherin: Schon viele Freiwillige für Ebola-Studie in Deutschland

Die einzige deutsche Studie zu einem Ebola-Impfstoff ist noch nicht genehmigt - trotzdem haben sich schon viele Freiwillige für die Testphase gemeldet. Ärzte und Pflegepersonal, aber auch Nicht-Mediziner wollten sich beteiligen, sagte Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Donnerstag. "Dabei haben wir noch nicht aktiv gesucht." An dem ersten Test des Impfstoffs an Menschen sollen 30 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 55 Jahren teilnehmen. Es ist eine von vier Studien zu dem Serum weltweit. Eine Infektion mit der Seuche sei dabei ausgeschlossen.

Der Impfstoff wurde in Hamburg bereits ein Mal eingesetzt: Bei einem Laborunfall hatte sich eine Mitarbeiterin im Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin 2009 durch drei Paar Sicherheitshandschuhe mit einer leeren Spritze gestochen. Darin waren zuvor Proben des Ebola-Virus. Die Ärzte hatten sie weltweit erstmals mit dem Impfstoff behandelt, der zuvor nur an Tieren erprobt worden war. Später stellte sich jedoch heraus, dass sich die Forscherin nicht infiziert hatte.

Die 800 Ampullen aus Kanada sind laut Addo am Mittwoch in Genf angekommen. Ein Teil davon werde nach Hamburg gebracht. Wann die Studie beginnt, ist allerdings unklar - es fehlen noch Genehmigungen. Die Testphase soll insgesamt sechs Monate dauern. In der ersten Woche werden die Probanden täglich untersucht, danach alle zwei Wochen, später alle vier Wochen. Die Bevölkerung im Ebola-Krisengebiet in Westafrika werde aller Voraussicht nach aber noch nicht von dem Impfstoff profitieren können, erklärte Addo.


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