Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lonsurf
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
01. Juni 2016

Forscher haben neues Suchverfahren für Bild- und Videodatenbanken entwickelt

Informatiker der Universität Basel haben ein neuartiges Verfahren zur Suche in Bild- und Videodatenbanken entwickelt - auf der Basis von Handskizzen. Die Benutzer machen dafür auf einem Tablet oder auf interaktivem Papier zunächst eine Skizze, und das System sucht in der Datenbank die dazu passenden Bilder. Das neue Verfahren ist für die Forschung frei zugänglich.

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

Viele Zeitgenossen werden nicht nur im Privatleben, sondern auch im Berufsalltag mehr und mehr mit grossen Sammlungen von Fotos und Videos konfrontiert, in denen sie sich zurechtzufinden müssen. Während sich im Internet mittels Suchmaschinen wie Google oder Bing einfach und effizient mit Suchbegriffen nach Dokumenten und Webseiten suchen lässt, sind die Möglichkeiten der Suche in Sammlungen mit Multimedia-Objekten bisher noch sehr stark eingeschränkt.

Weit gefasster Ähnlichkeitsbegriff

Forschende am Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel haben nun ein System namens "vitrivr" entwickelt, mit dem sich Bilder und Videos mittels Skizzen suchen lassen. Die Benutzer erstellen dafür eine Skizze des gesuchten Objekts - auf einem Tablet, einem Smartphone oder auf interaktivem Papier -, worauf das Programm Bilder und Videosequenzen liefert, die der Skizze am ähnlichsten sind. Bei Videos können die Benutzer in der Skizze sogar angeben, in welche Richtung sich ein Objekt in der gesuchten Sequenz bewegen soll.

Für das System haben die Forscher den Ähnlichkeitsbegriff bewusst sehr weit gefasst und ihn an die Art der Skizze angepasst, so etwa über ähnliche Farben, Formen oder Bewegungsrichtungen.

Durch zahlreiche weitere Anfragearten - mittels Begriffen, Beispielbildern und -videos sowie Kombinationen davon - kann die Suche individuell angepasst werden. Ein wichtiger Aspekt des neuen Systems ist seine Skalierbarkeit, also seine Eigenschaft, auch für sehr grosse Multimedia-Sammlungen zur Verfügung zu stehen.

System frei zugänglich

Das komplette System vitrivr ist für die internationale Forschungsgemeinschaft als "Open Source" frei zugänglich. Es wird bereits für verschiedene Anwendungen eingesetzt: etwa für die Suche nach Bewegungsmustern in Sportvideos - zusammen mit dem schweizerischen Bundesamt für Sport - sowie für die Suche in Sammlungen von Bildern digitaler Wasserzeichen in einer Kooperation mit der Basler Papiermühle. Derzeit arbeiten Forscher weltweit an Erweiterungen des Systems, die zum Teil auch von namhaften Programmen wie dem diesjährigen Google Summer of Code finanziell unterstützt werden. "vitrivr" ist auch die Grundlage des von der EU und dem Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekts iMotion und wird im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit den Red Hen Labs in den USA als Suchmaschine für riesige Videosammlungen eingesetzt.

Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.vitrivr.org

Quelle: Universität Basel


Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
Das könnte Sie auch interessieren
70 Prozent der Deutschen fürchten Tumor, Engagement für Gesundheit wächst
70+Prozent+der+Deutschen+f%C3%BCrchten+Tumor%2C+Engagement+f%C3%BCr+Gesundheit+w%C3%A4chst
© pressmaster / Fotolia.com

Sieben von zehn Menschen in Deutschland fürchten sich am meisten vor Krebs. Bei Erwachsenen zwischen 30 und 44 Jahren und Frauen ist die Angst besonders groß. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Das Engagement für die eigene Gesundheit wächst. Immer mehr Menschen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen und halten sich mit Sport und gesunder Ernährung fit.

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten
Gesundheitsversorgung+auf+dem+Land+%E2%80%93+weite+Wege%2C+lange+Wartezeiten
Krebsinformationsdienst, DKFZ

Eine repräsentative Umfrage* vom Dezember 2017 hat gezeigt: Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen weist aus Sicht vieler Befragter Defizite auf. Bemängelt wurden lange Wartezeiten auf Arzttermine, weite Wege und weniger Informationsmöglichkeiten. Auch für Krebspatienten und ihre Angehörigen kann diese Situation belastend sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Forscher haben neues Suchverfahren für Bild- und Videodatenbanken entwickelt"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.