Montag, 26. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Canakinumab
Canakinumab
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Oktober 2016

Familienministerium richtet Kinderschutz-Hotline für Ärzte ein

Ärzte können sich bei Verdacht auf Kindesmissbrauch künftig an eine "Medizinische Kinderschutz-Hotline" wenden. Die zentrale und kostenfreie Beratungsnummer können die Mediziner anrufen, wenn sie in ihrem Arbeitsalltag auf mögliche Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch stoßen, wie das Bundesfamilienministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Die Hotline werde sieben Tage rund um die Uhr geschaltet.

Anzeige:
Bosulif
Bosulif

Die Beratung der Anrufer sollen Assistenzärzte mit einschlägigem Hintergrundwissen in Kinderschutzfragen übernehmen und schnell medizinische und rechtliche Orientierung geben. Von Oktober an wird den Angaben zufolge das Universitätsklinikum Ulm die Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung der Hotline starten.

Ärzte seien oft die ersten, die eine mögliche Gefährdung feststellen. "Sie müssen schnell erkennen und reagieren, wenn ein Kind Schutz braucht, wenn sie eine Misshandlung vermuten, wenn sie bei einem Säugling ein Schütteltrauma diagnostizieren. Dafür brauchen sie Unterstützung und Rechtssicherheit", machte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) deutlich.

Das Projekt werde nach einer sechsmonatigen Vorbereitungsphase voraussichtlich ab April 2017 im Pilotbetrieb zur Verfügung stehen. Es soll bis Herbst 2019 laufen.

Die Grünen-Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, Franziska Brantner, kritisierte das Vorhaben: "Pilotprojekte reichen nicht aus." Die Grünen forderten eine engere Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe sowie dem Gesundheitswesen.
 

Quelle: dpa


Anzeige:
Kyprolis
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Familienministerium richtet Kinderschutz-Hotline für Ärzte ein "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose