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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. September 2016

Fachübergreifendes schmerztherapeutisches Fortbildungskonzept entwickelt

Die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen und die zahlreichen Stolpersteine, die bei der Verordnung und Abgabe von Schmerzmedikamenten, bei der Beratung der Betroffenen, der Wirksamkeitsevaluation und dem Nebenwirkungsmanagement berücksichtigt werden müssen, stellen Arzt und Apotheker gleichermaßen vor große Herausforderungen. Angesichts der besonderen Anforderungen, der Komplexität der Schmerztherapie und der großen Zahl Betroffener ist es erforderlich, dass Arzt und Apotheker an einem Strang ziehen. Mit dem Ziel, die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland nachhaltig flächendeckend zu verbessern und den betroffenen Patienten Lebensqualität zurückzugeben, haben die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Holzkirchner Arzneimittelhersteller Hexal ihre Kompetenzen gebündelt und das Fortbildungskonzept "MENSCH – Masterclass. Education. SCHmerz" entwickelt.

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Mit diesem bisher einzigartigen interdisziplinären Fortbildungsangebot wird ein neuer Weg beschritten: Zum ersten Mal werden beide Fachdisziplinen, Ärzte und Apotheker, integriert – sowohl bei der Entwicklung der Inhalte als auch bei der Präsentation der verschiedenen Themenkomplexe. Im Rahmen regionaler Veranstaltungsreihen soll deutschlandweit möglichst vielen Allgemeinärzten und Apothekern die kostenlose Teilnahme an dem modular aufgebauten Fortbildungsprogramm ermöglicht werden, um so einen ganzheitlichen Mehrwert im Bereich der Schmerztherapie zu schaffen. Ein weiteres Qualitätskriterium dieser Kooperation ist zudem die Zertifizierung der Teilnahme durch die DGS sowie durch die jeweils beteiligten Landesärzte- und Landesapothekerkammern.

Die schmerzspezifischen Qualifikationen von Allgemeinärzten und Apothekern zu steigern und Patienten mit chronischen Schmerzen rechtzeitigen Zugang zu einer adäquaten, praxisleitliniengerechten und die individuellen Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalles berücksichtigenden schmerztherapeutischen Versorgung zu gewährleisten, ist das übergeordnete Ziel der innovativen, interdisziplinären Fortbildungskampagne "MENSCH – Masterclass. Education. SCHmerz". Eine wichtige Säule einer praxisleitliniengerechten Behandlung von tumorbedingten Schmerzen und chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzzuständen sind nach heutigem Kenntnisstand neben muskeltonusregulierenden Analgetika, Entzündungshemmern und adjuvanten Ko-Analgetika aus dem Bereich der Antidepressiva und Antikonvulsiva auch moderne Opioidanalgetika (1-3). Doch mit der reinen Verordnung dieser Schmerzmittel alleine ist es noch lange nicht getan. Darüber hinaus bedarf es beispielsweise der Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und den allgemeinen Lebensumständen der Patienten, des individuellen Behandlungszieles, einer sorgfältigen Beratung zur korrekten Medikamenteneinnahme, der Vorbeugung und Behandlung von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Schmerztherapie sowie der Abklärung potenzieller Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit den verfügbaren pharmakologischen Optionen, Kenntnis der zu erwartenden positiven Effekte und der zu vermeidenden Nebenwirkungen sowie eine verbesserte Kommunikation und enge Kooperation von Arzt und Apotheker können dazu beitragen, die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland nachhaltig zu optimieren.

Und genau hier setzt die neue Fortbildungskampagne von DGS und Hexal an: Allgemeinärzten und Apothekern werden ausgewählte, qualitativ hochwertige und praxisnahe Inhalte kostenlos zugänglich gemacht. Dabei werden sowohl die immer komplexer gewordenen Anforderungen, denen beide Parteien – Arzt und Apotheker – bei der Versorgung von Schmerzpatienten gegenüberstehen, als auch die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedenen Schmerztherapien berücksichtigt.

Hoher fachlicher Anspruch, große Praxisnähe


Durch eine enge Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern bei der Auswahl und Erstellung der Inhalte ist es den Initiatoren gelungen, ein fachlich anspruchsvolles und zugleich praxisnahes – und damit unmittelbar anwendbares – Fortbildungskonzept zu realisieren, das in dieser Form im Bereich der Schmerzmedizin einzigartig in Deutschland ist. So sollen im Interesse der Patienten nicht nur praktische Hürden in der Schmerztherapie, sondern insbesondere auch Verständnisbarrieren zwischen Arzt und Apotheker abgebaut werden.

Das Fortbildungsprogramm besteht aus mehreren Modulen, die das gesamte Spektrum der schmerztherapeutisch relevanten Themen abdecken. Dazu gehören beispielsweise Ausführungen zum Stellenwert von Opioiden bei der Behandlung von Rückenschmerzen, die sichere Langzeittherapie mit Opioidanalgetika, der Umgang und die Vermeidung von Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen, Fragen zur Verkehrstüchtigkeit und Reisen mit Opioiden, ebenso wie Verschreibungsmodalitäten.

Fallbeispiele aus dem praktischen Alltag und konkrete Beratungssituationen bei der Verordnung und der Abgabe der Analgetika garantieren einen starken Praxisbezug des interdisziplinären Fortbildungskonzepts.

Im Rahmen eines Hauptstadtsymposiums am 12. November in Berlin werden die Inhalte der Module den Teilnehmern vermittelt. Das Fortbildungskonzept wird darüber hinaus bundesweit in lokalen Veranstaltungen fortgeführt, um so möglichst viele Ärzte und Apotheker zu erreichen.
Weitere Informationen erreichen Sie unter: http://dgschmerzmedizin.de/dgs_campus.html

Eine Anmeldung für das Symposium ist hier ebenfalls möglich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Literaturhinweise:
(1) DGS-PraxisLeitlinien Tumorschmerz; http://dgschmerzmedizin.de/praxisleitlinien/Tumorschmerz.pdf
(2) S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen (LONTS);
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-003l_S3_LONTS_2015-01.pdf
(3) S1-Leitlinie „Pharmakologisch nicht-interventionelle Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen“, http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-14l_S1_Neuropathischer_Schmerzen_Therapie_2014-01.pdf

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V., Hexal AG


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