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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Juni 2014

E-Zigaretten: Experten über Gefahren weiter uneins

Die Nutzung von E-Zigaretten könnte Kritikern zufolge dazu führen, dass sie Menschen, die noch nicht rauchen, in Versuchung führen und am Ende nikotinsüchtig machen. Obwohl davon ausgegangen wird, dass die Geräte sicherer als normales Rauchen sind, wird über die Langzeitfolgen ihres Einsatzes aber noch immer diskutiert. Kritiker befürchten, dass E-Zigaretten wieder zu einer Normalisierung des Rauchens führen und vor allem junge Menschen zu Zigaretten verführen. Eine Harvard-Studie mildert diese Angst aber.

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Keine klaren Hinweise auf Verführung

Stanton Glantz von der University of California ist davon überzeugt, dass E-Zigaretten junge Menschen zum Rauchen von Zigaretten verführen. Seiner kürzlich veröffentlichten Studie nach steht der Einsatz von E-Zigaretten in den USA bei Zwölf- bis 18-Jährigen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit wirklichen Rauchens in Zusammenhang.

Diese Studienergebnisse liefern jedoch keine eindeutigen Hinweise darauf, ob diese Menschen bereits rauchten, bevor sie das erste Mal E-Zigaretten ausprobierten. Daher ist es auch nicht wirklich möglich zu sagen, ob sie zum Rauchen verführt haben. Die bis jetzt größte E-Zigaretten-Studie der Harvard School of Public Healthin Europa könnte hingegen dazu beitragen, Ängste abzumildern, dass diese Geräte nur den Weg für das Rauchen normaler Zigaretten ebnen.

Für die aktuelle Studie hat das Team um Constantine Vardavas Umfragedaten von 26.500 Menschen aus 27 europäischen Ländern aus dem Jahr 2012 analysiert. Hochrechnungen ermöglichten die Schätzung, dass 29 Mio. Europäer bereits E-Zigaretten benutzt haben. Diese Menschen sind wahrscheinlich starke Raucher, die im vergangenen Jahr versucht haben aufzuhören.
E-Zigaretten wurden am häufigsten von Rauchern zwischen 15 und 24 Jahren eingesetzt. Es gab jedoch kaum Hinweise darauf, dass E-Zigaretten Nichtraucher zu Rauchern machen können. Ein Fünftel der Raucher hatten E-Zigaretten zumindest einmal ausprobiert. Das galt auch für vier Prozent der Ex-Raucher und für 1,1 Prozent der Raucher.

Minimale Nutzung durch Nichtraucher

Raucher, die in den vergangenen zwölf Monaten versucht hatten aufzuhören, versuchten es doppelt so wahrscheinlich mit E-Zigaretten als andere Raucher. E-Zigaretten waren bei denjenigen häufiger vertreten, die mehr als sechs Zigaretten am Tag rauchten, als bei jenen, bei denen es fünf oder weniger waren.

Laut Konstantinos Farsalinos vom Onassis Cardiac Surgery Center belegt die Studie, an der er nicht beteiligt war, dass E-Zigaretten das Rauchen nicht wieder normalisieren. "Die Ergebnisse zeigen nur eine minimale Nutzung durch Nichtraucher." Details der Untersuchung wurden im Fachmagazin "Tobacco Control" veröffentlicht.


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