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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
01. März 2016

Experten: Zuständigkeiten zwischen Praxen und Kliniken klarer regeln

In deutschen Krankenhäusern wird nach Angaben des AOK-Bundesverbandes immer häufiger ambulant behandelt, ohne dass die Patienten über Nacht bleiben müssen. Experten bemängelten am Montag in Berlin bei der Vorstellung des neuen Krankenhaus-Reports des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) einen regelrechten "Wildwuchs" in diesem Versorgungsbereich. Sie forderten von der Politik, die Zuständigkeiten zwischen Arzt-Praxen und Kliniken klarer zu regeln.

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Ferdinand Gerlach, Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, kritisierte, das deutsche Gesundheitswesen sei wie ein geteiltes Land. Zwischen Kliniken und Praxen verlaufe eine kaum überwindbare Mauer, die - wegen vieler Doppelstrukturen - für Patienten gefährlich und für alle viel zu teuer sei.

In den vergangenen drei Jahrzehnten seien rund 20 verschiedene ambulante Versorgungsformen entstanden, die im Krankenhaus durchgeführt werden: von Hochschul- und Notfallambulanzen über ambulantes Operieren bis hin zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Diese Durchlässigkeit sei durchaus auch von der Politik gewollt gewesen, hieß es.

Quelle: dpa


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