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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
05. Oktober 2017

EU-Parlament gegen Ausnahmen bei Schutz vor hormonstörenden Stoffen

Beim Schutz vor hormonschädigenden Chemikalien muss die EU-Kommission nacharbeiten. Das Europäische Parlament lehnte am Mittwoch einen Entwurf der Brüsseler Behörde als unzureichend ab. Die Kommission bedauerte dies und bat sich Bedenkzeit aus. Es geht um sogenannte endokrine Disruptoren, also Stoffe, die Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen und zu Unfruchtbarkeit, Krebs oder Fehlbildungen führen können. Die EU-Länder hatten im Juli nach langem Hin und Her den Vorschlag der Kommission gebilligt, den das Europaparlament jetzt blockierte.
Darin wurden wissenschaftliche Kriterien aufgestellt, um solche hormonschädigenden Stoffe in Pflanzenschutzmitteln zu identifizieren. Die Abgeordneten störten sich an zu weitreichenden Ausnahmen. Die Behörde solle einen neuen Entwurf ausarbeiten, forderten sie.

Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis kritisierte, das Parlament stoppe eine Maßnahme, die den Gesundheitsschutz vorangebracht hätte. Diese Regelung wäre besser gewesen als gar keine und hätte ausgebaut werden können, sagte er. "Die Kommission muss nun nachdenken, welche Schritte zu unternehmen sind."

Die Grünen und Verbraucherschützer begrüßten das Parlamentsvotum dagegen. Die Menschen bräuchten einen besseren Schutz vor den hormonstörenden Stoffen.

Quelle: dpa


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