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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
16. März 2021

Vertreter der EU-Kommission: Impfstoffdebatte mit Pragmatismus lösen

Die EU-Kommission hofft in der von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) losgetretenen Impfstoffdebatte auf konstruktive und pragmatische Lösungen. "Wenn wir alle gemeinsam anpacken, (...), dann werden wir es bis zum Sommer schaffen, dass 70% der europäischen Bevölkerung, die das will, geimpft werden", sagte der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr, am Montag in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2".
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Selmayr wies wie andere EU-Vertreter darauf hin, dass es keinen geheimen Mechanismus zur Verteilung von Impfstoffen gebe. Vielmehr habe eine an der Bevölkerungszahl orientierte Verteilung der Impfdosen weitgehend geklappt. "Österreich hat genau die bestellten Impfmengen in Höhe seiner Bevölkerung bekommen", sagte Selmayr.

In einer gemeinsame Entscheidung hätten die EU-Staaten einen Mechanismus abgesegnet, falls Impfdosen nicht abgerufen werden. Hier hätten einige Länder zugegriffen, andere nicht. Aber das werde sich alles wieder ausgleichen, so der frühere EU-Generalsekretär. Ärmere Länder seien wegen ihres geringeren Budgets benachteiligt. "Ich hoffe, dass der Appell des Bundeskanzlers jetzt eine große Solidaritätsaktion für Länder wie Bulgarien oder auch Lettland auslöst", sagte Selmayr.

Quelle: dpa


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