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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. Oktober 2017

Erster Warnstreik an einer katholischen Klinik

Erstmals hat es in Deutschland nach Gewerkschaftsangaben einen Warnstreik an einem katholischen Klinikum gegeben. Laut Verdi ist er legal, dem Arbeitgeber zufolge nicht. Kirchliche Einrichtungen schlössen generell keine Tarifverträge mit Gewerkschaften, hatte die Marienhausklinik im saarländischen Ottweiler zuvor erklärt. Vielmehr folgten sie arbeitsrechtlich dem sogenannten Dritten Weg. Dabei verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer paritätisch besetzten Kommission miteinander.
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Rund 50 Beschäftigte legten am Mittwoch an der Klinik ihre Arbeit nieder. Das Ziel: ein Tarifvertrag zu ihrer Entlastung. Der Warnstreik habe pünktlich um 6.00 Uhr begonnen und solle 24 Stunden dauern, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Michael Quetting.

Die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) des Deutschen Caritasverbandes verurteilte den Warnstreik. Der Dritte Weg sei durch die Verfassung geschützt und lasse keinen Streik zu, erklärte AK-Sprecher Norbert Altmann. Es sei verantwortungslos, die Beschäftigten durch einen Warnstreik arbeitsrechtlichen Risiken auszusetzen.

Quelle: dpa


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