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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
21. September 2015

Erfolgreicher Abschluss der Erstattungsverhandlungen für Teduglutid

NPS Pharma und der GKV-Spitzenverband haben sich auf einen Erstattungsbetrag für Revestive® (Teduglutid) geeinigt. Somit kann die erste medikamentöse Behandlung des Kurzdarmsyndroms weiterhin mit juristischer und budgetärer Sicherheit verordnet werden.

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In der Geschäftsführung von NPS Pharma Germany wird dies vor allem als Erfolg für die Patienteninteressen gewertet. Die erfolgreiche Einigung auf einen Erstattungsbetrag für das Arzneimittel Revestive® (Teduglutid) wird fristgerecht zum 1. September 2015 in Kraft treten. Grundlage für die Verhandlungen nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) war der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 19. Februar 2015, der einen geringen Zusatznutzen für Revestive® feststellte.

NPS Pharma Germany bewertet den Ablauf der Gespräche und ihr Ergebnis positiv. "Unser Ziel war es, gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband eine Einigung im Sinne der betroffenen Patienten zu treffen. Der erzielte Preiskompromiss spiegelt unsere Bemühungen wider, zu einem langfristig tragfähigen Ergebnis zu kommen - auch vor dem Hintergrund der Belastung für die gesetzlichen Krankenkassen," kommentiert Dr. Michael Jiresch, Geschäftsführer der NPS Pharma Germany GmbH.

Revestive® wird zur Behandlung des Kurzdarmsyndroms (KDS) bei Erwachsenen mit Darmversagen eingesetzt. Teduglutid ist ein Analogon des Glucagon-like Peptids-2 (GLP-2) und wird mittels rekombinanter DNA-Methode hergestellt. Es erhöht die intestinale Resorption, indem es das Wachstum der Darmschleimhaut durch Zunahme der Zottenhöhe und Kryptentiefe anregt. Die Flüssigkeits- und Nährstoffaufnahme des Restdarms wird so verbessert, was dazu führt, dass der Bedarf an parenteraler Ernährung reduziert werden kann. Parenterale Ernährung ist bei Kurzdarm-Patienten mit Darmversagen zwar überlebensnotwendig, geht allerdings häufig mit ernsten Komplikationen einher. Je länger die parenterale Ernährung angewendet wird, desto höher wird das Risiko von Komplikationen.

Quelle: Sebastian Roos, the.messengers


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