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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Dezember 2013

Ehrenamt unverzichtbar für die Hospiz- und Palliativarbeit

Zum Tag des Ehrenamtes dankt der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) allen Ehrenamtlichen, die durch ihr Engagement die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland unterstützten. "Ohne die Zeit- und Geldspenden der vielen ehrenamtlich Engagierten ist Hospiz- und Palliativarbeit nicht zu leisten", so Dr. Erich Rösch vom Vorstand des DHPV. "Nur durch die Ehrenamtlichen in enger Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen kann eine Versorgung sichergestellt werden, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen der schwerstkranken und sterbenden Menschen orientiert und somit den hospizlichen und palliativen Ansprüchen gerecht wird."

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Die Mehrzahl der Ehrenamtlichen im Hospiz- und Palliativbereich begleitet die schwerstkranken oder sterbenden Menschen in ihrer letzten Lebensphase. "Zeit haben, zuhören können und auch mal einen außergewöhnlichen Wunsch erfüllen, das sind die wichtigsten Dinge, die die Ehrenamtlichen im Hospiz- und Pallitavbereich auszeichnen", so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV. Zahlreiche Menschen engagieren sich darüber hinaus in den Vorständen und der Öffentlichkeitsarbeit in den Hospiz- und Palliativeinrichtungen. "Aber egal, wo sich jeder einzelne einbringt: Allen gemeinsam ist die Solidarität mit Menschen in einer existenziellen Lebenskrise und die Bereitschaft, seinen Beitrag zu einem würdevollen Sterben zu leisten", so Bolze.

Hospizbewegung ist Bürgerbewegung

Die ersten hospizlichen und palliativen Einrichtungen in Deutschland wurden in den 1980er Jahren gegründet. Neben dem vielfachen Einsatz hauptamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurde die Hospizbewegung in ihren Anfängen wesentlich von der Überzeugungskraft und dem Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger als eine Bürgerbewegung getragen. Motiviert war dieses Engagement von der von Tabuisierung gekennzeichneten, oft unwürdigen Situation schwerstkranker und sterbender Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, wo es häufig an einer angemessene Betreuung, die den körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnissen am Lebensende umfassend Rechnung trägt und die Angehörigen und Nahestehenden einbezieht, fehlte.

In Deutschland gibt es heute circa 200 stationäre Hospize, rund 1.500 ambulante Hospizdienste, über 200 Teams der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) und über 230 Palliativstationen in Krankenhäusern. Damit hat sich die Zahl der ambulanten Hospiz- und Palliativdienste seit 1996 mehr als verdreifacht. Auch die Zahl der stationären Einrichtungen ist in den letzten 15 Jahren deutlich gewachsen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Er ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich nahezu 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Quelle: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.


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