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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
24. Februar 2017

Dürre bedroht Millionen Menschenleben in Ostafrika

"Ostafrika steuert auf eine Hungerkrise zu. Doch den Hilfsorganisationen fehlt das Geld für umfangreiche Hilfe. Hier sind auch internationale Geber gefordert", appelliert Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft". So plant die diesjährige deutsche G20-Präsidentschaft eine Konferenz zum Thema „Partnerschaft mit Afrika" im Juni 2017. Diese soll sich gezielt humanitären und entwicklungspolitisehen Themen widmen. „Es reicht nicht, erst im Juni darüber zu sprechen", mahnt Roßbaeh. „Die humanitäre Lage in Ostafrika ist akut. Die Politik muss jetzt handeln."
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Mehr als 15 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika von den Folgen der anhaltenden Dürre betroffen. Allein in Äthiopien müssen 5,7 Millionen Menschen mit Nahrungsmittelnund sogar über 9 Millionen Menschen mit Trinkwasser unterstützt werden. 6,2 Millionen Menschen benötigen in Somalia dringend humanitäre Hilfe. So sind schätzungsweise eine Million Menschen akut unter- oder mangelernährt. Über 320.000 davon sind Kinder unter fünf Jahren, 50.000 von ihnen droht der Hungertod. Im Südsudan benötigen nahezu 7,5 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Mehr als eine Million Kinder unter fünf Jahren sind überdies akut unterernährt, darunter befinden sich mehr als 273.000 in einer lebensbedrohlichen Lage. In Kenia fehlt es außerdem 2,7 Millionen Menschen an Nahrungsmitteln. Aufgrund der dramatischen Lage hat die kenianische Regierung dortden nationalen Notstand ausgerufen.

„Wir sehen hier in der Region ähnIiche Warnsignale wie 2011, als über eine Viertel Million Menschen während der damaligen Hungersnot allein in Somalia starben. Im Flüchtlingscamp Dadaab, wo ich gerade war, leben bis heute viele Menschen, die damals vor dem Hunger in Somalia flohen", berichtet Ninja Taprogge von der Hilfsorganisation CARE Deutschland­ Luxemburg. „Wir dürfen auf keinen Fall wieder warten, bis uns die Bilder sterbender Kinder erreichen. Das Leid der Menschen ist bereits jetzt sehr groß."

Wasserquellen versiegen, Vieh verendet und Felder können nicht mehr bewirtschaftet werden. Die Bauern verlieren ihre Existenz. Gleichzeitig steigen die Preise für Lebensmittel. „Stellen Sie sich vor, Sie müssten plötzlich das Dreifache für ein Brot bezahlen, könnten aber Ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten", erläutert Manuela Roßbach. „Vielen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und dem Südsudan fehlt es akut an lebensnotwendigen Ressourcen."


Aktion Deutschland Hilft nimmt Spenden für die Not leidenden Menschen in Ostafrika entgegen:

Stichwort „Hilfe für Ostafrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Quelle: Aktion Deutschland Hilft


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