Dienstag, 19. Januar 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

17. November 2020 DKG-Zertifizierung nun fester Bestandteil des Schweizer Gesundheitssystems

Seit 2006 können sich Krebszentren in der Schweiz nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizieren lassen. Im Rahmen der Schweizer Nationalen Strategie gegen Krebs (NSK) wurden die Qualitätsanforderungen dieser Zertifizierung, darunter auch die benötigten fachlichen Qualifikationen der teilnehmenden Leistungserbringer, erstmals an das Schweizer Gesundheitssystem angepasst. „Bei der Anpassung haben wir eng mit der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Krebszentren und Oncosuisse, der Organisation hinter der Nationalen Strategie gegen Krebs in der Schweiz, zusammengearbeitet. Wir freuen sehr über die Wertschätzung, die dem Zertifizierungssystem der Deutschen Krebsgesellschaft in der Schweiz entgegengebracht wird“, so PD Dr. Simone Wesselmann, Bereichsleiterin Zertifizierung der DKG.
Anzeige:
Keytruda Lunge
Keytruda Lunge
Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der Krebsversorgung gehören zu den Schwerpunkten der NSK. Dabei ist das Schweizer Gesundheitssystem durch föderale Strukturen, ein enges Zusammenspiel stationärer und ambulanter Versorgung sowie durch öffentliche und private Kliniken mit eigenständigen kantonalen Leistungsverträgen geprägt. „Auch wenn der Anspruch an Qualität gleich ist, so hat doch jedes Gesundheitssystem seine Eigenheiten. In der Schweiz sind Aus- und Weiterbildung der Pflegefachleute beispielsweise durch das duale Bildungssystem und gesetzliche Vorgaben geprägt, ebenso die fachärztliche Weiterbildung. Dies erklärt auch die notwendigen Anpassungen der Qualitätsanforderungen der Zertifizierung“, sagt Dr. Catherine Gasser, Co-Leiterin der NSK. Neben der Aus- und Weiterbildung gab es weitere Anpassungen, etwa im Bereich der Palliativversorgung.

Die Erfüllung von Qualitätskriterien, die mit dem Zertifikat der Krebsgesellschaft bestätigt wird, spielt in der Schweiz auch bei der Leistungsvergütung der Krebszentren eine wesentliche Rolle. „Künftig werden konkrete Zielvorgaben des Bundesrates zur Qualität die Verträge zwischen den Leistungserbringern und den Krankenversicherern bestimmen. Sie fließen auch jetzt schon und in Zukunft wohl noch vermehrt in die Leistungsverträge der Kantone mit den Spitälern und Institutionen ein“, ergänzt Gasser und verweist auf die Anpassung des Schweizer Krankenversicherungsgesetzes, das das Thema Qualitätsentwicklung in den Fokus stellt.

Die Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft

Zentren mit einer Zertifizierung durch die DKG müssen jährlich nachweisen, dass sie die fachlichen Anforderungen für die Behandlung einer Tumorerkrankung erfüllen und zudem über ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem verfügen. Die Anforderungen sind in Erhebungsbögen in Form von Qualitätsindikatoren zusammengefasst. Sie werden in interdisziplinären Kommissionen erarbeitet und regelmäßig aktualisiert. Onkologische Leitlinien spielen eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Qualitätsindikatoren. Im deutschsprachigen Raum sind insgesamt 1.477 Zentren von der DKG zertifiziert, darunter 72 in der Schweiz, 20 in Österreich und 2 in Südtirol. Darüber ist es seit 2016 ist es für DKG-zertifizierte Zentren außerhalb des deutschsprachigen Raums möglich, sich als European Cancer Centre zertifizieren zu lassen.

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e. V.


Anzeige:
Infothek Sekundäre Immundefekte

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DKG-Zertifizierung nun fester Bestandteil des Schweizer Gesundheitssystems"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie