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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
26. Juli 2016

Diskussion um Notfallversorgung - Hartmannbund mahnt zur Besonnenheit

In der Diskussion um vermeidbare stationäre Notaufnahmen und ambulant-sensitive Krankenhausfälle - also solche, die durch eine rechtzeitige Versorgung und Prävention durch einen niedergelassenen Arzt hätten vermieden werden können - mahnt Hartmannbund-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Lipp zur Besonnenheit: "Trotz hohen Kostendrucks im Gesundheitssystem sollten wir Ärzte in der Diskussion jetzt sachlich agieren und uns vor allem nicht auseinander dividieren lassen", erklärte der Leipziger Allgemeinmediziner und Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Sachsen mit Blick auf die Äußerungen von Seiten der KBV und DKG angesichts der Zahlen einer aktuellen Studie des IGES-Instituts, wonach das Kostenvolumen der vermeidbaren Notaufnahmen in Kliniken bei knapp fünf Milliarden Euro liege.

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"Eine entscheidende Rolle spielt an dieser Stelle der Patient, der entscheidet, an wen er sich wendet", so Lipp. Hier mangele es an dringend notwendiger Aufklärungsarbeit für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unseres Gesundheitssystems. Wertvolle Ressourcen würden teilweise missbraucht, wenn Patienten - oft unnötig und aus Unwissenheit - ungesteuert den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder die Notaufnahmen in den Kliniken in Anspruch nehmen. "Es ist dringend und nicht nur an dieser Stelle notwendig, gemeinsam intelligente Steuerungssysteme für die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen zu entwickeln", stellte der Hartmannbund-Landesvorsitzende klar ggf. auch über eine angemessene und sozial verträgliche Eigenbeteiligung, die eine entsprechende regulierende Wirkung entfalte. Im Fall der Notfallversorgung, ist sich Lipp sicher, komme dies vor allem den Patienten zugute, die dringend auf die Notfallversorgung angewiesen seien, denn eine missbräuchliche Inanspruchnahme schaffe nicht nur erhöhte Kosten, sondern auch unnötige Wartezeiten.

Quelle: Hartmannbund


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