Montag, 26. Juli 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Lenvima
Lenvima
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
28. März 2017

Bevölkerung steht "Digital Health" positiv gegenüber

Gesundheitskarte, Fitness-Tracker oder Online-Sprechstunde - in Deutschland schätzen viele Menschen digitale Gesundheitsangebote. Doch gerade das Gesundheitswesen ist bislang wenig digitalisiert. Die Menschen in Deutschland stehen der Digitalisierung des Gesundheitswesens laut einer aktuellen Studie weitgehend positiv gegenüber. Demnach gibt es etwa großes Interesse an der Digitalisierung der Patientendaten.
Anzeige:
Akynzeo
 
Laut Umfrage haben 32% schon einmal Befunde digital etwa auf einer CD erhalten, 43% würden die Resultate gerne in digitaler Form bekommen. "Die digitale Übertragung von Unterlagen erleichtert die Kommunikataion zwischen Versicherten, Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus und erspart Patienten viele Wege", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Gerade im Gesundheitswesen berge die Digitalisierung "riesiges Potenzial für eine bessere und effizientere Versorgung". Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen komme ihr eine enorme Bedeutung zu. Als Beispiel nannte der Bitkom ein erfolgreiches Projekt aus Bayern für die telemedizinisch-vernetzte augenärztliche Versorgung in Pflegeheimen. In 32% der Pflegeheime gebe es keine augenärztliche Versorgung, der Anteil werde in Bayern bis 2020 weiter um 11% zurückgehen, sagte Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz.

Bei dem Projekt MTAU (mobiles, telemedizinisch-vernetztes Augenuntersuchungssystem) werden Untersuchungsgeräte und Personal in den Praxen der kooperierenden Ärzte oder des Altersheims bereit gestellt. Wenige Tage später erfolge dann der telemedizinische augenärztliche Befund. Daten und Bilder werden an den kooperierenden Arzt gesendet. Bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen wurden die Patienten in eine augenärztliche Einrichtung überwiesen. So könne auch in entlegeneren Regionen die Prävention und Behandlung etwa bei Netzhautveränderungen sichergestellt werden.

In der Umfrage des Bitkom gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, Gesundheitsthemen im Internet zu recherchieren. 45% nutzen demnach Gesundheits-Apps, weitere 45% könnten sich vorstellen, solche Apps, die zum Beispiel Körper- oder Fitnessdaten aufzeichnen, zu nutzen. Online vereinbaren bereits 18% Termine mit dem Arzt, 40% würden es gern tun, wenn es das Angebot geben würde. Eine Online-Sprechstunde mit dem Arzt hat erst ein Prozent der Befragten gemacht, 27% könnten es sich aber vorstellen.

Der elektronischen Patientenakte stehen 60% der Befragten positiv gegenüber. 34% würden sie jedoch nicht nutzen. Selbst kontrollieren, welcher Arzt Zugriff darauf hat, möchten 74%, 60% wären damit einverstanden, wenn die Daten an einen anderen Arzt weitergegeben werden. Bei so sensiblen Daten wie den eigenen Gesundheitsdaten gelte es besonders, die Balance zu halten zwischen der Nutzung und dem Schutz der Daten, sagte Rohleder.

Quelle: dpa


Anzeige:
Keytruda Head&Neck
Keytruda Head&Neck
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Bevölkerung steht "Digital Health" positiv gegenüber"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose