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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
14. August 2015

Die Zukunft des Wassers: Erforschung von Dürreperioden und Stauseen

Welche sozialen und wirtschaftlichen Folgen haben Dürreperioden? Was kann die Politik zu einem nachhaltigen Wasserhaushalt beitragen? Und wie können Stauseen langfristig effizient funktionieren?

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) fördert zwei fächerübergreifende Projekte, an denen die Universität Freiburg beteiligt ist, mit insgesamt knapp vier Millionen Euro. Beide Verbünde sind an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen angesiedelt. Ziel des Projekts "Auswirkungen, Prozesse und Widerstandsfähigkeit im Zusammenhang mit Dürreperioden: Das Unsichtbare sichtbar machen" (DRIeR) ist es, vor allem die nicht offensichtlichen Auswirkungen von Dürren zu untersuchen. Im Netzwerk "Herausforderungen des Stausee-Managements unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte" (CHARM) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Probleme, die mit dem Betrieb von Stauseen einhergehen.

Ein Team um die Hydrologin Dr. Kerstin Stahl und ihren Kollegen Dr. Jens Lange möchte mit dem Projekt DRIeR Politik und Gesellschaft in Deutschland auf die Herausforderungen von Trockenperioden vorbereiten. Darunter fallen etwa Waldbrände, Trinkwasserknappheit, Fischsterben und reduzierte Ernteerträge. Die Forscherinnen und Forscher analysieren Informationen aus vergangenen Dürren sowie neu erhobene Daten und nutzen diese für Simulationen. Dabei sollen insbesondere die versteckten Auswirkungen von Trockenheit, beispielsweise auf Wasserqualität und Ökosysteme, sichtbar werden. Das Team will Modelle entwickeln, die zu einem zuverlässigen Wassermanagement in Baden-Württemberg beitragen. Als zentraler Knotenpunkt soll eine Onlineplattform entstehen, auf der die Wissenschaftler ihre Ergebnisse sammeln und sich vernetzen können. Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft können die Plattform als Informationsquelle nutzen. An DRIeR beteiligen sich Forscher aus den Professuren für Hydrologie, Waldbau, Forst- und Umweltpolitik sowie Physische Geographie der Universität Freiburg. Zudem sind die Universitäten Heidelberg und Tübingen Teil des Netzwerks.

Das Projekt CHARM, an dem ein Team um den Geographen Prof. Dr. Rüdiger Glaser vom Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie der Universität Freiburg mitwirkt, beschäftigt sich mit zentralen Herausforderungen beim Betrieb von Stauseen: Sedimente lagern sich ab, mikrobielle Filme, Blaualgen und Methangasemissionen verbreiten sich, soziale Konflikte können entstehen. Da Stauseen wichtig für die Wasserversorgung und zur Energiegewinnung sind, soll die Forschung dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit der Seen aufrechtzuerhalten. Sprecherhochschule von CHARM ist die Universität Stuttgart, beteiligt ist außerdem die Universität Konstanz.

Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg


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