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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. Dezember 2012

DHPV fordert umfassende Änderungen im vorgelegten Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung

„Wir hoffen, dass der Deutsche Bundestag erhebliche Änderungen im vorgelegten Gesetzentwurf vornehmen wird. In dieser Form würde das Gesetz befördern, was es eigentlich verhindern wollte“, so Marlene Rupprecht, MdB, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), anlässlich der 1. Lesung im Deutschen Bundestag zum Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung. Der DHPV unterstützt zwar die mit der vorgesehenen Gesetzesänderung verbundene grundsätzliche Intention, hält allerdings die im Gesetzentwurf vorgeschlagene alleinige Strafbewährung der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung nicht für ausreichend.

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Der DHPV fordert ein Verbot der gewerbsmäßigen und organisierten Beihilfe zum Suizid sowie ein Verbot der Werbung für gewerbsmäßige und organisierte Beihilfe zur Selbsttötung. Bereits am 29.6.2012 hatte der DHPV in einer Stellungnahme dazu eindeutig Position bezogen (http://www.dhpv.de/stellungnahme_detail/items/2012-06-29_strafbarkeit-der-gewerbsmaessigen-foerderung-der-selbstteotung.html). Zusätzlich zu einem eindeutigen Verbot zur Suizidbeihilfe braucht es darüber hinaus eine breite gesellschaftliche Aufklärung über die Möglichkeiten der Hospizarbeit und der Palliativmedizin. “Der Wunsch nach einer vorzeitigen Beendigung des Lebens ist ein Hilferuf eines verzweifelten Menschen. Die Antwort darauf kann nicht die Beihilfe zum Suizid sein, sondern kompetente Versorgung und mitmenschliche Begleitung, die den Bedürfnissen und Ängsten schwerstkranker und sterbender Menschen umfassend entsprechen“, so Rupprecht weiter. Der DHPV setzt sich seit nunmehr 20 Jahren dafür und für den Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ein.

Quelle: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband


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