Montag, 19. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
10. Juni 2016

Deutschland weltweit Nr. 2 bei klinischen Studien

Deutschland war 2015 erneut weltweit die Nr. 2 bei klinischen Arzneimittel-Studien forschender Pharma-Unternehmen. Das geht aus einer Auswertung des öffentlichen Studienregisters "clinicaltrials.gov" hervor, die der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) heute in Berlin vorgestellt hat. Mit 599 Studien liegt Deutschland vor UK (547), nur überboten von den USA (2.397).

Anzeige:
Blenrep
Blenrep

Berliner medizinische Einrichtungen waren Spitzenreiter: Sie beteiligten sich an 226 Studien. Es folgen Hamburg (153), München (142), Frankfurt a.M. (117), Essen (86), Hannover (81), Köln (79), Dresden (77), Leipzig (69) und Heidelberg (64).

In den meisten Studien ging es um die Erprobung neuer Behandlungen gegen Krebs (136) oder Entzündungskrankheiten wie Asthma, Multipler Sklerose oder Morbus Crohn (111). Insgesamt wurden Studien zu 204 verschiedenen Krankheiten durchgeführt.

Dazu sagt Birgit Fischer, die Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Die vielen Kliniken und Arztpraxen, die am Fortschritt der Medizin mitwirken, sind eine Stärke Deutschlands. Nicht zuletzt deshalb investieren forschende Pharma-Unternehmen hierzulande jährlich rund 5,8 Milliarden Euro in Laborforschung und klinische Studien."

Fischer weiter: "Möglich ist die Erprobung von Medikamenten in Studien nur, weil Unternehmen eng mit behandelnden Ärzten in medizinischen Einrichtungen zusammenarbeiten können; und weil einige von deren Patienten nach umfassender Aufklärung interessiert sind, an den Studien mitzuwirken. Diese Arbeit am therapeutischen Fortschritt fand jahrelang weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das hat der Akzeptanz unserer Branche nicht gut getan. Deshalb setzen wir seit einigen Jahren konsequent auf die Nachvollziehbarkeit dessen, was wir tun - auf Transparenz. Was in Studien geschieht, lässt sich heute schon in öffentlichen Datenbanken gut mitverfolgen. In einem nächsten Schritt werden unsere Unternehmen bis Ende des Monats auch offenlegen, welche Leistungen sie im Rahmen der Zusammenarbeit mit Ärzten zahlen. Damit werden sie zu einem Vorreiter in der Wirtschaft und im Gesundheitssystem, was Transparenz betrifft."

Quelle: vfa


Das könnte Sie auch interessieren
Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet
Studie+zu+Online-Programm+zur+Stressreduktion+ausgezeichnet
© Andrey Popov / fotolia.com

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2018 wurde an die Psychologin Astrid Grossert-Leugger, Basel, verliehen. Die Preisträgerin erhielt die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema „Web-Based Stress Management for Newly Diagnosed Patients with Cancer (STREAM): A Randomized, Wait‐List Controlled Intervention Study“. Die Preisverleihung erfolgte auf der 17. Jahrestagung der...

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung
DEGUM-Experten+fordern+Ultraschall+der+Eierst%C3%B6cke+als+Kassenleistung
© CLIPAREA.com / fotolia.com

Um harmlose Eierstockzysten von bösartigem Eierstockkrebs zu unterscheiden, verwenden Ärzte das Ultraschallverfahren. Zysten und Krebsgeschwülste bilden im sonografischen Bild bestimmte Muster, die ein erfahrener Fachmann unterscheiden kann. Für ein hohes Qualitätsniveau der Untersuchung setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) ein. Sie fordert, dass der Ultraschall der...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
Brustkrebs%3A+Forscher+wollen+krankheitsausl%C3%B6sende+Gene+identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Deutschland weltweit Nr. 2 bei klinischen Studien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.