Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. Dezember 2013

DAK: Mehr Jugendliche nach Vollrausch in Klinik

Es gibt immer mehr junge Komasäufer in Deutschland. Auch 2012 landeten nach vorläufigen Zahlen wieder Tausende nach dem Trinken in einer Klinik. Vor allem die östlichen Bundesländer sind betroffen.

Trinken bis zum Vollrausch: Die Zahl der jugendlichen Komasäufer in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Statistischen Landesämter für 14 Bundesländer hervor, die die Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammengestellt hat. Insgesamt landeten 2012 in diesen Ländern mehr als 25.600 junge Leute mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, wie DAK-Sprecher Rüdiger Scharf sagte - 0,4% mehr als im Vorjahr. "Im Vergleich zum Jahr 2003 gibt es eine Zunahme um fast 90%."

Vor allem im Osten tranken 2012 im Vergleich zum Vorjahr mehr junge Leute bis zum Umfallen. Den stärksten Anstieg gab es in den Ländern Sachsen-Anhalt (plus 12,5%), Thüringen (plus 11,2%), Sachsen (plus 9,5%) und Berlin (plus 9,1%), wie Scharf erklärte. Auch in den westlichen Bundesländern Niedersachsen (plus 8%), Rheinland-Pfalz (plus 4%), Schleswig-Holstein (plus 2,5%) und Hessen (plus 1,3%) nahm die Zahl der jugendlichen Komasäufer zu.

Rückgänge gab es nach den vorläufigen Zahlen dagegen in Baden-Württemberg (minus 6,5%), Bayern (minus 1,5% und Nordrhein-Westfalen (minus 0,9%). In Bremen (minus 12,5%), Brandenburg (minus 1,2%) und Hamburg (minus 0,5%) sank die Zahl ebenfalls.

Die vorläufigen Daten zum Komasaufen beziehen sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 20 Jahren, die nach dem Trinken in einer Klinik behandelt werden mussten. Der DAK lagen Zahlen für 14 Bundesländer vor, nur Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland fehlten. Die endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamts für alle 16 Bundesländer werden in wenigen Wochen erwartet. 2011 waren nach Angaben der DAK-Gesundheit bundesweit 26.349 Kinder und Jugendliche volltrunken in eine Klinik gekommen.

"Nach unserer Einschätzung bleibt die Zahl jugendlicher Komasäufer bundesweit auf hohem Niveau, auch wenn es in einzelnen Ländern einen Rückgang gibt", erklärte DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher. "Deshalb ist es wichtig, Jugendliche dauerhaft über die Gefahren des Alkoholmissbauchs aufzuklären." Die Kasse will auch 2014 die bundesweite Kampagne "Bunt statt blau" starten. Der Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren geht dann in die fünfte Runde.

Schirmherr soll der künftige Drogenbeauftragte der Bundesregierung sein. Auch mehrere Landesregierungen unterstützen die Aktion - etwa Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). "Die Gründe, übermäßig viel Alkohol zu trinken, sind vielfältig und reichen von Stress in der Familie oder Schule und Gruppendynamik bis zum Runterspülen von Problemen und Sorgen", erklärte Kretschmann. "Die negativen gesundheitlichen Folgen und Gefahren haben die Kinder und Jugendlichen selten im Blick."


Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Website für Patienten: Schöne Momente trotz Krebs
Neue+Website+f%C3%BCr+Patienten%3A+Sch%C3%B6ne+Momente+trotz+Krebs
© Die-Schönen-Momente.de

Accuray Inc. präsentiert Die-Schoenen-Momente.de, eine neue Patientenwebsite zum Thema Krebs. Die-Schoenen-Momente.de ist eine umfassende Online-Anlaufstelle zu zahlreichen Themen, die Patienten und ihren Angehörigen wichtig sind: von den unterschiedlichen Krebstherapien über die richtige Ernährung bis hin zu Tipps für die Pflege persönlicher Beziehungen. So unterstützt die Website Patienten dabei, trotz...

Brustkrebs: Forscher wollen krankheitsauslösende Gene identifizieren
Brustkrebs%3A+Forscher+wollen+krankheitsausl%C3%B6sende+Gene+identifizieren
© Photographee.eu / fotolia.com

Jede zehnte Frau in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt, ist noch keine 45 Jahre alt. Experten vermuten, dass viele der jungen Betroffenen erblich vorbelastet sind: Sie sind Trägerinnen eines oder mehrerer schädlich veränderter Gene, die den Tumor entstehen lassen. Die bereits bekannten Hochrisikogene wie etwa BRCA1 oder BRCA2 sind allerdings nur für höchstens ein Viertel der Fälle bei jungen Frauen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DAK: Mehr Jugendliche nach Vollrausch in Klinik"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.