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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
21. Mai 2013

Bundesregierung soll letztes Wort bei Organentnahme bekommen

Zehn Monate nach Bekanntwerden der Organspendeskandale in Deutschland will die Politik den Ärzten stärker auf die Finger schauen. Richtlinien der Bundesärztekammer zur Organentnahme sollen künftig vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden müssen.

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Gesundheitspolitiker aus allen Bundestagsfraktionen hätten sich am Freitag auf eine erneute Änderung des Transplantationsgesetzes geeinigt, berichtete die "Ärzte Zeitung". Über den entsprechenden Entwurf dazu hatte die Deutsche Presse-Agentur bereits Mitte der Woche berichtet. Aber die Einigung stand noch aus.

Im Juli 2012 hatte der Skandal um die Organvergabe seinen Ausgangspunkt genommen. Damals wurde bekannt, dass ein Göttinger Universitätsarzt Krankendaten gefälscht haben soll, damit die eigenen Patienten beim Empfang einer Spenderleber bevorzugt werden.

Infolge mehrere Vorkommnisse dieser Art sank die Zahl der Spender 2012 um 12,8% und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit 2002 - trotz des großen Bedarfs an Spenderorganen für Todkranke.


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