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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
29. Oktober 2014

Bundesregierung schickt sechs THW-Helfer nach Westafrika

Im Kampf gegen Ebola hat die Bundesregierung sechs Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) nach Westafrika entsendet. "Es kommt jetzt darauf an, den internationalen Einsatz gegen die Ebola-Epidemie zu verstärken. Deshalb wird auch das THW diesen Kampf vor Ort unterstützen", teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel sichert Ebola-Helfern den Rücktransport zu.

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Vier Helfer sind am Dienstag nach Sierra Leone aufgebrochen, zwei unterstützen die UN-Mission zur Bekämpfung der Epidemie in Ghana. Die Einsatzkräfte sollen vor allem bei der Logistik und Technik im medizinischen Bereich helfen. In Guinea ist bereits ein THW-Experte für die deutsche Botschaft im Einsatz.

Die ehrenamtliche Organisation THW mit bundesweit rund 80 000 Freiwilligen unterstützt in Deutschland meistens Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen. Sie wird aber im Auftrag der Bundesregierung auch weltweit eingesetzt.

Die deutschen Helfer im Kampf gegen Ebola können sich im Fall einer Infektion auf einen Rücktransport und medizinische Behandlung in Deutschland verlassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin: "Für uns ist wichtig, dass wir denen, die helfen, die Sicherheit geben: Wer sich ansteckt, bekommt eine vernünftige medizinische Behandlung." Die Helfer gingen mit einem hohen Risiko in die betroffenen Länder. "Falls sie sich infizierten sollte, was wir alle nicht hoffen, haben sie auch Rechtssicherheit (...) und eine Garantie für einen Rücktransport."

Leichter Rückgang in Liberia?

Die liberianische Regierung prüfe die Zahlen noch, um eine Fehlinterpretation auszuschließen, sagte Aylward. Derzeit sehe es aber so aus, als ob sich der positive Trend bestätige. Offenbar sei es zuletzt gelungen, Infizierte erfolgreich zu isolieren und sichere Begräbnisse durchzuführen. Dessen ungeachtet sei der Bedarf an Hilfe in Liberia wie in den Nachbarländern Sierra Leone und Guinea anhaltend groß. Vor allem fehle es nach wie vor an medizinischem Personal. 19 von insgesamt 56 geplanten Behandlungszentren könnten derzeit nicht besetzt werden, weil die nötigen Helfer fehlten.

Papst Franziskus forderte die Staaten zu entschlossenem Handeln im Kampf gegen Ebola auf. «Ich möchte meine tiefe Sorge über diese unerbittliche Krankheit zum Ausdruck bringen», sagte das katholische Kirchenoberhaupt bei seiner wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. Das Virus treffe gerade in Afrika die ärmsten Menschen. Im Gebet sei er nahe bei den Betroffenen, den Ärzten, dem Pflegepersonal und allen Freiwilligen, die sich heldenhaft für die Kranken aufopferten.

Umstrittene Quarantäne-Regelung

In den USA geht die Diskussion über den Umgang mit Ebola-Helfern weiter. "Wir wollen unser medizinisches Personal nicht entmutigen, an die Front zu gehen und zu helfen", sagte Obama in Washington. In mehreren US-Staaten wird darüber diskutiert, aus Westafrika heimkehrende Helfer aus Angst vor einer Verbreitung der Krankheit zu isolieren. Eine betroffene Krankenschwester hat dagegen protestiert. Obama meinte, Ärzte und Krankenschwestern aus Afrika sollten zwar unter Beobachtung gestellt, aber nicht isoliert werden, solange sie keine Ebola-Symptome zeigten. Die US-Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) hatte am Montag neue Quarantäneregeln zum Schutz vor Ebola veröffentlicht.


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