Mittwoch, 16. Juni 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. November 2016

Bundesamt für Migration erwartet 2016 weniger als 300.000 Flüchtlinge

In diesem Jahr kommen viel weniger Flüchtlinge nach Deutschland als 2015 - laut Experten wird ihre Zahl unter 300.000 bleiben. Wegen des zuvor sehr hohen Flüchtlingszuzugs gibt es indes mehr Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger aus nichteuropäischen Herkunftsländern. Die Zahl der neu angekommenen Flüchtlinge wird nach Einschätzung des zuständigen Bundesamts in diesem Jahr deutlich unter 300.000 bleiben. Das gelte aber nur, wenn der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei halte und Absprachen mit Griechenland und Italien verlässlich funktionierten, sagte der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, in der Nachrichtensendung "MDR Aktuell". "Dann bleiben wir doch ein ganzes Stück unter 300.000 Menschen."

2015 waren knapp 900.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommenen, überwiegend aus Syrien. Wegen der sinkenden Zuwanderungszahlen will der Bund nach einem Medienbericht seine Ausgaben für die Aufnahme von Flüchtlingen um fast eine halbe Milliarde Euro herunterschrauben. Im Bundeshaushalt 2017 würden die dafür vorgesehenen Mittel im Vergleich zum ursprünglichen Etatentwurf um 450 Millionen Euro gekürzt, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Wegen der zuvor weit höheren Flüchtlingszahlen hat sich indes die Zahl der Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger aus nichteuropäischen Herkunftsländern im Vorjahresvergleich verdoppelt. Das schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach wurden im Oktober 171.236 Arbeitslose aus diesen Ländern gezählt - 105,8% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geht wegen des Flüchtlingszuzugs bereits seit längerem von deutlich mehr Arbeitslosen für dieses Jahr aus.

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger wird mit drei Monaten Verzögerung erhoben. Nach den jetzt vorliegenden Daten gab es im Juli darunter 498.684 Flüchtlinge. Das waren 99,7% mehr als im Juli 2015. Die meisten Empfänger kamen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die relativ stärkste Zunahme gab es bei Zuwanderern aus Eritrea.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) forderte mit Blick auf arbeitslose Flüchtlinge, Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung wie die medizinische Versorgung von Hartz-IV-Empfängern ausreichend aus Steuermitteln zu finanzieren. "Die medizinische Versorgung von sozial Schwächeren und zunehmend auch von Flüchtlingen darf nicht von den Beitragszahlern alleine aufgebürdet werden", erklärte sie am Samstag.

Rund 220.000 Flüchtlinge sind Kunden der Tafeln in Deutschland, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. "In Spitzenzeiten waren es 280.000", sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Jochen Brühl, dem Blatt. Die Tafeln sammeln und verteilen gute Lebensmittel, die sonst auf dem Müll landen würden, an sozial Schwache.

Quelle: dpa


Anzeige:
Verzenios Webinar
 
Das könnte Sie auch interessieren
Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde
Mittelmeerdi%C3%A4t+ist+gesund+%E2%80%93+auch+fernab+mediterraner+Gefilde
© Daniel Vincek / fotolia.com

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Bundesamt für Migration erwartet 2016 weniger als 300.000 Flüchtlinge"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose
  • Hochrisiko-MDS und AML: Sabatolimab + Decitabin/Azacitidin zeigt in Phase-I-Studie anhaltende Remissionen bei guter Verträglichkeit
  • PNH: Neuer oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt in Phase-II-Studie Wirksamkeit in der Erstlinie