Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Prevymis
Prevymis
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
22. Juni 2016

BPI: Keine Genexperimente an der menschlichen Keimbahn

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) spricht sich gegen genchirurgische Experimente an der menschlichen Keimbahn aus. Das macht der Verband anlässlich der Jahrestagung des Ethikrates am Mittwoch deutlich. Der Verband befürwortet jedoch prinzipiell die Erforschung und die Anwendung dieser vielversprechenden neuen Methoden für den medizinischen Bereich. Mit den bereits vielfach angewandten Methoden der Genomchirurgie wird in bislang nicht erreichter Weise recht präzise die genetische Information von Organismen verändert.

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt halten wir genchirurgische Experimente an der menschlichen Keimbahn für ethisch nicht vertretbar", sagt Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI. "Die neuen Methoden sind zwar sehr vielversprechend, für eine Anwendung an der Keimbahn eines menschlichen Embryos müssen jedoch zuvor schwierige experimentelle, methodische, ethische und rechtliche Fragen offen, transparent und kritisch diskutiert werden", betont Gerbsch weiter.
 
Im Gegensatz zu Keimbahnexperimenten sei hingegen die Anwendung der Genomchirurgie bei somatischen Zellen im Grundsatz meist ethisch unproblematisch und häufig technisch erfolgreich durchführbar. "Was darüber hinausgeht, sollte aus unserer Sicht aktuell auch nicht erlaubt sein", so Dr. Gerbsch. "Wir fordern ein Moratorium für Keimbahnexperimente beim Menschen. Die Zeit des Moratoriums muss jedoch für einen interdisziplinären Dialog auch unter Einbindung der Wirtschaft genutzt werden. Ziel des Austausches soll sein, ethische, rechtliche und wissenschaftliche Aspekte der Keimbahntherapie offen zu diskutieren und den Weg für eine Gesetzgebung zu bereiten, die gewährleistet, dass die neuen Techniken zum Wohle aller eingesetzt werden können."

Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.


Anzeige:
Revolade
Revolade
 
Das könnte Sie auch interessieren
Junge Menschen vor Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten schützen
Junge+Menschen+vor+Geb%C3%A4rmutterhalskrebs+und+anderen+Krebsarten+sch%C3%BCtzen
© Jochen Schönfeld / Fotolia.com

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen zur HPV-Impfung erweitert. Während es die offizielle Empfehlung für Mädchen bereits seit dem Jahr 2007 gibt, empfiehlt sie die HPV-Impfung seit diesem Jahr auch für Jungen. Um auf die Wichtigkeit der HPV-Impfung hinzuweisen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationsmaterialien entwickelt, die derzeit an die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BPI: Keine Genexperimente an der menschlichen Keimbahn"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.