Samstag, 17. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Vectibix
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
27. Juni 2016

BPI: Brexit ist Schlag für Errungenschaften der Arzneimittelversorgung

Statement von Dr. Martin Zentgraf, Vorstand des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, zur Entscheidung in Großbritannien über das Ausscheiden aus der Europäischen Union: "Wir sind in tiefer Sorge um die Europäische Union, um das gute Miteinander in Europa. Die Europäische Union verliert mit der Entscheidung Großbritanniens 16% ihrer Wirtschaftskraft und - viel wichtiger noch - sie verliert 13% ihrer Bevölkerung. Der Brexit ist aber auch ein Schlag für die Errungenschaften der Arzneimittelversorgung in Europa.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

Die Europäische Union schafft durch einheitliche Anforderungen für die Zulassung und Herstellung von Arzneimitteln die Voraussetzung für die länderübergreifende Versorgung mit sicheren und wirksamen Arzneimitteln. Sie schafft einen einheitlichen Binnenmarkt, der den freien Verkehr mit Arzneimitteln ermöglicht und damit die Versorgung über nationale Grenzen erleichtert und stabilisiert. Nicht zuletzt erleichtert und fördert sie grenzüberschreitend Forschung und Entwicklung in einem Maße, das einzelne Staaten nicht leisten könnten.
 
Die pharmazeutische Industrie ist durch die enge Verflechtung Großbritanniens in der Europäischen Union gekennzeichnet. Uns verbinden über Jahrzehnte gewachsene wechselseitige Handelsverbindungen, die wir nun innerhalb von kurzer Zeit auf eine neue Grundlage stellen müssen - soweit dies überhaupt möglich sein wird. Großbritannien und Deutschland sind starke Pharmastandorte. Es wird unsere Unternehmen große Anstrengungen kosten, die neuen bürokratischen Hürden zu nehmen, die nun in der Folge des Austritts Großbritanniens aus der Union auf uns zukommen.
 
Der Mittelpunkt für die Bewertung und Zulassung von Arzneimitteln ist bisher die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in London. Die Behörde wird einen neuen Sitz nehmen müssen; die Verfahren werden in Zukunft woanders organisiert. Dadurch dürfen die pharmazeutischen Unternehmen nicht belastet werden.
 
Mehr noch als die Summe aller wirtschaftlichen und administrativen Probleme schmerzt uns der Abschied von unseren britischen Freunden aus dem Kreis des guten Miteinanders in der Europäischen Union."

Quelle: BPI


Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BPI: Brexit ist Schlag für Errungenschaften der Arzneimittelversorgung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.