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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
07. Oktober 2016

bng: "Neue Methoden in der Gastroenterologie - Innovationsstau muss behoben werden"

Beispiel Elastographie der Leber: Seit mehr als zehn Jahren steht dieses Ultraschall-Verfahren als Alternative zur Biopsie zur Verfügung, um den Umbau des Bindegewebes im Verlauf einer chronischen Lebererkrankung zu bestimmen. Trotz unstrittigem Nutzen für den Patienten ist es bis heute kein Bestandteil des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenkassen.

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Die Methode nutzt die Tatsache, dass Ultraschallwellen krankhaft verändertes Lebergewebe deutlich schlechter durchdringen können als gesundes. Fibrose und Zirrhose bewirken einen Verlust der Gewebeelastizität, der mit der nicht-invasiven Methode nebenwirkungsfrei bestimmt werden kann. Leberpatienten wird eine jährliche Untersuchung empfohlen, um den Verlauf der Narbenbildung in der Leber oder ihren Rückbau nach oder unter erfolgreicher Behandlung zu verfolgen. Die Ergebnisse haben eine hohe prognostische Bedeutung.

"Zuständig für die Einführung neuer Methoden in die kassenärztliche Versorgung ist der sogenannte Gemeinsame Bewertungsausschuss von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Ärztliche Berufsverbände oder Fachgesellschaften sind nicht daran beteiligt", erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Franz Josef Heil. "Trotz mehrfacher Bemühungen seitens unserer Fachgruppe hat sich dieses Gremium bis heute noch nicht einmal mit dieser innovativen Methode befasst. Wir verzeichnen in unserem Fachgebiet einen Innovationsstau, der zu Lasten der Patienten geht und dringend aufgelöst werden muss."
Im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung kann das Verfahren trotz der großen Vorteile für den Patienten nicht angeboten werden. Wer davon profitieren möchte, muss die Kosten dafür selbst übernehmen. Spezialisierte Magen-Darm-Ärzte bieten die Elastographie als IGeLeistung an. Die meisten privaten Krankenkassen erstatten die Kosten.

Quelle: Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng)


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