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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
24. September 2012

bng: „Mehrbedarf wird nicht bezahlt - Zu Chancen und Risiken fragen Sie Ihre Krankenkasse“

Zehn Jahre nach Einführung der Darmkrebsvorsorge haben die niedergelassenen Gastroenterologen mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass ihre jahrelangen Bemühungen im Kampf gegen den Darmkrebs zusätzliche Unterstützung erfahren. Der Gesetzgeber hat die Einführung eines persönlichen Einladungsverfahrens für anspruchsberechtigte Kassenpatienten auf den Weg gebracht.

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Im Rahmen des jährlichen Kongresses für Verdauungskrankheiten in Hamburg hatten sich die niedergelassenen Gastroenterologen zur Mitgliederversammlung ihres Berufsverbandes (bng) zusammengefunden. Dabei kamen neben der positiven Entwicklung im Bereich der Darmkrebsvorsorge auch andere Bereiche zur Sprache, die den Spezialisten für Verdauungskrankheiten erhebliche Sorgen bereiten.

„Dazu gehört unter anderem die hartnäckige Weigerung der Krankenkassen, die gestiegenen Kosten für Praxisführung, Personal, Hygiene und Medizintechnik in der ambulanten Versorgung ihrer gesetzlichen Verpflichtung entsprechend zu übernehmen“, erklärte bng-Vorstandsmitglied Dr. Franz Josef Heil. Er verwies beispielhaft auf die Gehaltssteigerungen der Praxismitarbeiterinnen, deren hochqualifizierte Tätigkeit unverzichtbar, aber zunehmend schwieriger zu finanzieren sei.

„Die derzeitige Kassenpolitik verhindert nicht nur eine adäquate Weiterentwicklung der Versorgung von schwerkranken Patienten zum Beispiel mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder gravierenden Leberleiden, sondern gefährdet darüber hinaus die Arbeitsplätze unseres Praxispersonals“, so Dr. Heil weiter. Er kündigte deshalb an, dass sich die Gastroenterologen an Protestaktionen beteiligen werden. Im Oktober sollen der Öffentlichkeit durch einen „Tag ohne Praxispersonal“ eindringlich die Konsequenzen der desaströsen Haltung der Krankenkassen demonstriert werden.

Quelle: Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


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