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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. September 2012

bng: „Honorar muss Kosten decken“

Die Gastroenterologen in Deutschland sind empört über den Schiedsspruch, der die längst fällige, angemessene Honoraranpassung verweigert. „Damit werden die steigenden Kosten nicht gedeckt, das ist eine Minusrunde“, lautet die Einschätzung von Dr. Dietrich Hüppe, dem Vorsitzenden des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen (bng).

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Der 0,9%-Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA) stellt eine Kampfansage an die niedergelassenen Ärzte dar. Dabei geht es nicht mal nur ums Geld. Vielmehr zeigt der Beschluss zum einen, welche Macht das Monopol des Krankenkassen-Spitzenverbandes inzwischen erlangt hat, zum anderen aber auch, dass es den Kassen schon lange nicht mehr um ihr eigentliche Aufgabe, nämlich die Sicherstellung der Versorgung ihrer Mitglieder/der Patienten geht.

Die Anforderungen an die Ärzte, die aus medizinischen Gründen, aber auch von Kassen und Politik gestellt werden, steigen ständig. Die Praxen werden überrollt von neuen Hygiene- und Qualitätsanforderungen, deren Umsetzung viel Geld kostet. Mit einem Anstieg der Gesamtvergütung von nur 1,25% in den letzten Jahren konnten bereits in der Vergangenheit die Kostensteigerungen nicht aufgefangen werden. Auch die tarifvertraglich steigenden Gehälter der Angestellten müssen die niedergelassenen Ärzte aus eigener Tasche zahlen. Mit einem schwachbrüstigen „Gutachten“ hatten die Kassen kurz vor den Honorarverhandlungen die Forderung verbunden, die Gesamtvergütung massiv abzusenken. Nun soll dieses effektive Minus als Plus verkauft werden. „Aber alles unter der Inflationsrate von gegenwärtig zwei Prozent ist ein Verlust und wird die Versorgung der Patienten verschlechtern. Der bng zeigt sich zutiefst verärgert über das Verhalten der Kassen, die Milliardenüberschüsse auf dem Konto haben und nun bei der Patientenversorgung sparen wollen“, so Hüppe. Er kündigt an, dass sich die Gastroenterologen an Protestmaßnahmen beteiligen werden und fordert zusammen mit anderen Verbänden die unverzügliche Verwendung des Milliardenüberschusses der Krankenkassen für die kranken Menschen in unserem Land: 27 Milliarden Euro werden es zum Jahresende 2012 sein.

Quelle: Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


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