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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
10. August 2016

"Blankoverordnung" von Heilmitteln, Aktualisierung des Hilfsmittelkatalogs

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gaben 2015 für Heil- und Hilfsmittel zusammen rund 13,73 Milliarden Euro aus. Der Referentenentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung sieht in einem Modellvorhaben die Einführung einer "Blankoverordnung" von Heilmitteln vor. Physiotherapeuten, Sprechtherapeuten und andere Heilmittelerbringer würden dabei - auf Basis einer vertragsärztlichen Diagnose und erforderlicher Behandlungsmethoden - das Heilmittel auswählen und auch über Therapiedauer (Menge) und Behandlungshäufigkeit entscheiden. 

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Dies wäre eine Verlagerung von Verantwortung weg vom Arzt hin zum Therapeuten. Die Kassen-Ärzte beharren darauf, dass Heilmittel wie Krankengymnastik, Massagen oder Sprechtherapien weiter nur vom Arzt verordnet werden können. Innerhalb der verschiedenen Therapiemöglichkeiten könnten dann durchaus die Physiotherapeuten oder Logopäden wählen, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Regina Feldmann, der Deutschen Presse-Agentur.

Feldmann sagte dazu: "Wenn die Wahlfreiheit für die Therapie ganz beim Physiotherapeuten liegt, dann muss auch die Finanzverantwortung dort liegen." Sie unterstrich zudem, dass die Vertragsärzte auf jeden Fall in die Modellversuche einbezogen werden wollen.

Der GKV-Spitzenverband muss in nächster Zeit sein Sortiment mit 35.000 Einzelprodukten auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Zudem müssen die Kassen ihren Versicherten eine größere Auswahl innerhalb der jeweiligen Hilfsmittelgruppen - etwa bei Hörgeräten, Rollstühlen oder Windeln - zur Verfügung stellen, ohne dass diese draufzahlen müssen. Und alles dies soll besser kontrolliert werden. Die Kassen ärgert indessen, dass die bisherige Kostenbegrenzung für Therapien (Beitragssatzstabilität) gelockert werden soll, um (kostspielige) Neuerungen bei der Behandlung umsetzen zu können.

Quelle: dpa


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