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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
05. November 2013

Bis zu 16% unterfinanziert/ KVBB-Chef fordert: Gesamtvergütung muss tatsächlicher Krankheitslast entsprechen

Das derzeitig praktizierte System der regionalen Zuweisung der Finanzmittel für die ambulante medizinische Versorgung ist ungerecht und entbehrt jeder nachvollziehbaren Grundlage. „Es benachteiligt massiv die gesetzlich Krankenversicherten in Brandenburg.“ Das sagte Dr. med. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), heute anlässlich der Vorstellung eines Gutachtens zu Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Morbiditätsmessung im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt.

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Der Fakt, dass die Brandenburger weitaus älter seien als die Bevölkerung in anderen Bundesländern, und auch die Krankheitslast weit über dem Bundesdurchschnitt liege, finde bei den Finanzzuweisungen durch die gesetzlichen Krankenkassen keine Berücksichtigung, kritisierte er. "Die ambulante ärztliche Versorgung in Brandenburg ist deutlich unterfinanziert. Würde man die Messmethoden aus dem Gutachten auf Brandenburg anwenden, liegt die Gesamtvergütung, die wir von den märkischen Kassen bekommen, zwischen elf und 16 Prozent unter dem tatsächlichen Behandlungsbedarf."

Der KVBB-Chef appellierte deshalb an die Krankenkassen, sich endlich ihrer Verantwortung zu stellen und die ambulante medizinische Versorgung ihrer Versicherten bedarfsgerecht zu finanzieren. Wenn die Krankenkassen dies nicht freiwillig tun, gehöre dies gesetzlich geregelt. Dr. Helming sprach sich für eine entsprechende Aussage im Sozialgesetzbuch V aus, dass die Finanzmittel der ambulanten medizinischen Versorgung der tatsächlichen Krankheitslast der Bevölkerung entsprechen müssten.

 

Quelle: KVBB


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