Donnerstag, 24. Juni 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. Mai 2018

BfArM: Konsequente Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie ist wichtiger Schritt für Patientensicherheit

Der wirkungsvolle Schutz der Patientinnen und Patienten vor Arzneimittelfälschungen steht am Dienstag im Mittelpunkt einer Tagung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Rund 200 Fachleute unter anderem aus Behörden, Politik und der pharmazeutischen Industrie diskutieren in Bonn letzte Umsetzungsschritte der Fälschungsschutzrichtlinie. Diese sieht ab Februar 2019 ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Fälschungen vor.
Anzeige:
Kyprolis
BfArM-Präsident Prof. Dr. Karl Broich: „Arzneimittelfälschungen können für Patientinnen und Patienten gravierende gesundheitliche Folgen haben. Die Fälscher nehmen in Kauf, dass schwerkranke Patientinnen und Patienten möglicherweise mit verfälschten oder unwirksamen Substanzen behandelt werden. Deshalb ist die konsequente Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie mit neuen Sicherheitsmerkmalen und einer zusätzlichen Echtheitsprüfung ein wichtiger Schritt für die Patientensicherheit und für mehr Transparenz im Arzneimittelverkehr.“
 
Ab dem 9. Februar 2019 muss grundsätzlich jede Arzneimittelpackung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels mit einem individuellen Erkennungsmerkmal versehen werden. Vor der Abgabe des Arzneimittels an die Patientinnen und Patienten wird jede einzelne Packung mit Hilfe eines Barcodes über eine Datenbank abgeglichen. Auf diese Weise wird geprüft, ob es sich um eine vom Hersteller an die Datenbank gemeldete Packung handelt und das Arzneimittel echt ist. Zusätzlich müssen die Packungen eine Vorrichtung aufweisen, die eine Manipulation an der Verpackung erkennen lässt.
 
Allein in Deutschland sind künftig mehr als 700 Millionen Arzneimittelpackungen pro Jahr von diesen neuen Sicherheitsmaßnahmen betroffen. Die Maßnahmen dienen dem Ziel, das Eindringen von Arzneimittelfälschungen in die legale Vertriebskette in Zukunft noch weiter zu erschweren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit.
 
Auch wenn alle beteiligten Akteure bereits intensiv an der Umsetzung arbeiten, müssen einige Details noch abschließend abgestimmt werden. Mit der heutigen BfArM-im-Dialog-Veranstaltung bietet das BfArM den wesentlichen Organisationen, Institutionen und der pharmazeutischen Industrie eine Plattform, um über den aktuellen Stand der Umsetzung, noch bestehende Probleme und offene Fragen zu diskutieren und Lösungen voranzubringen. In diesem Zusammenhang werden auch Maßnahmen zur Bekämpfung der Arzneimittelkriminalität beleuchtet. Ziel der Dialog-Veranstaltung ist es, durch gezielte Information und Diskussion eine bessere Planungssicherheit für die pharmazeutische Industrie und andere betroffene Kreise zu schaffen, um die Umsetzung bis zum 9. Februar 2019 im Sinne des vorbeugenden Patientenschutzes sicherstellen zu können.
 
Weitere Informationen zu den Aufgaben des BfArM bei Arzneimittelfälschungen unter:
https://www.bfarm.de/arzneimittelfaelschungen
 
Das Programm der Veranstaltung finden Sie unter:
https://www.bfarm.de/bid-arzneimittelfaelschungen

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)


Anzeige:
Lonsurf
 
Das könnte Sie auch interessieren
Kombination von Wirkstoffen könnte Heilungschancen bei Eierstockkrebs verbessern
Kombination+von+Wirkstoffen+k%C3%B6nnte+Heilungschancen+bei+Eierstockkrebs+verbessern
© Uniklinikum Dresden/Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Innovative zielgerichtete Wirkstoffe, so genannte PARP-Inhibitoren, können die Prognose bei Eierstockkrebs deutlich verbessern. Dies gilt vor allem für Patientinnen, deren Tumoren bestimmte genetische Voraussetzungen aufweisen. Ein Forscherteam unter Leitung von WissenschaftlerInnen der Hochschulmedizin Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) konnte nun in Laborexperimenten zeigen, dass die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BfArM: Konsequente Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie ist wichtiger Schritt für Patientensicherheit"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose