Donnerstag, 13. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
08. Mai 2013

Bericht: Immer mehr Menschen brauchen trotz Job Hartz IV/ Bundesagentur widerspricht

Immer mehr Menschen in Deutschland verdienen trotz eines Vollzeit- oder Teilzeitjobs zu wenig, um davon leben zu können. Dies geht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) aus neuen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Danach ist die Zahl der Arbeitnehmer, die trotz eines Verdienstes von mehr als 800 Euro brutto im Monat auf Hartz IV angewiesen sind, in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich gestiegen.

Anzeige:
Bevacizumab

So gab es dem Bericht zufolge 2012 im Jahresdurchschnitt etwa 323.000 Haushalte mit einem sogenannten Hartz-IV-Aufstocker, der ein sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen von mehr als 800 Euro bezog. 2009 waren es noch etwa 20.000 weniger. Noch deutlicher sei der Anstieg bei den Singles mit einem entsprechenden Verdienst: Ihre Zahl habe im selben Zeitraum um 38 Prozent auf etwa 75.600 zugenommen.

Arbeitnehmer, die ihren Lohn aufstocken müssen, arbeiten vor allem im Handel, in der Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie als Leiharbeiter. Insgesamt waren 2012 durchschnittlich 1,3 Millionen Hartz-IV-Bezieher erwerbstätig, etwa genauso viele wie 2009. Zu demselben Ergebnis war vor kurzem die Universität Duisburg-Essen in einer Untersuchung gekommen. Die SPD wertet die Zahlen als Unterstützung für ihre Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro.

BA: "Weniger Menschen mit Einkommen auf Hartz IV angewiesen"

Die Zahl der Bundesbürger, die trotz eines Vollzeit- oder Teilzeitjobs auf Hartz IV angewiesen sind, geht zurück. Im vergangenen Jahr bekamen 1,324 Millionen Menschen einen staatlichen Zuschuss - etwa 30 000 weniger als 2011. "Wir werten das eigentlich positiv", sagte Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA), am Mittwoch in Nürnberg. Er wies damit den Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) zurück, wonach immer mehr Menschen in Deutschland trotz eines Vollzeit- oder Teilzeitjobs zu wenig verdienen, um davon leben zu können.
Nach Statistiken der Bundesagentur sinkt die Zahl der sogenannten Hartz-IV-Aufstocker seit 2010. Die Zahl der Menschen, die mehr als 800 Euro im Monat verdienen und Arbeitslosengeld II bekommen, stieg laut BA im Vergleich zu 2009 zwar um 20.000. Im Vergleich zu 2007 ging die Zahl jedoch um mehr als 25.000 zurück.


Das könnte Sie auch interessieren
Die P4-Medizin – Krebstherapie der Zukunft?
Die+P4-Medizin+%E2%80%93+Krebstherapie+der+Zukunft%3F
© Fotolia / psdesign1

Die Versorgung von krebskranken Menschen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die Entwicklung neuer diagnostischer Methoden und individueller Therapien verändert die onkologische Medizin, wie wir sie bisher kennen. Das jüngst gewonnene Wissen über den Krebs und seine molekularbiologische Vielfalt verlangt nach neuen Antworten. In dem vom amerikanischen Biomediziner Leroy Hood geprägten Konzept der P4-Medizin wird...

Krebstherapien können Herz und Gefäße schädigen: Wie schützt man Patienten?
Krebstherapien+k%C3%B6nnen+Herz+und+Gef%C3%A4%C3%9Fe+sch%C3%A4digen%3A+Wie+sch%C3%BCtzt+man+Patienten%3F
©freshidea / Fotolia.de

Die Therapie von Krebserkrankungen hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Verbesserte Operationsmethoden, eine präzisere Strahlenbehandlung und neue Medikamente konnten die Überlebenschancen der Patienten deutlich verbessern. Doch der Fortschritt hat seinen Preis: „Viele Krebstherapien können Herz und Kreislauf schädigen – auch die modernen, zielsicherer an Krebszellen ansetzenden...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Bericht: Immer mehr Menschen brauchen trotz Job Hartz IV/ Bundesagentur widerspricht"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.