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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
06. März 2017

Apotheker wollen sich mit Beratungskompetenz vom Versandhandel abgrenzen

Der aktuelle APOkix des IFH Köln zeigt: Apotheker sehen Beratungsleistung als Profilierungsmöglichkeit der Apotheke vor Ort. Zusatzqualifikation am häufigsten für Beratung von Diabetes-Patienten. Meiste Beratungszeit dreht sich um Rx- und OTC-Arzneimittel. Konjunkturindizes entwickeln sich im Februar uneinheitlich.
Die persönliche Beratung ist für rund 96% der Apothekerinnen und Apotheker ein klares Alleinstellungsmerkmal der Apotheke vor Ort – auch gegenüber dem Versandhandel. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der APOkix-Umfrage des IFH Köln unter mehr als 200 Apothekenleiterinnen und -leitern.

Mehrwerte für ihre Kunden wollen die Befragten auch durch verschiedene Zusatzqualifikationen erreichen: So besitzen rund 82% der Apotheken besondere Beratungskompetenz zum Thema Diabetes. Auch für die Beratung in den Bereichen Hautpflege, Kosmetik und Sonnenschutz (77%), Naturheilverfahren und Homöopathie (71%) sowie Asthma (67%) haben sich zahlreiche Apotheker und Apothekerinnen zusätzlich qualifiziert. Trotz dieser Bemühungen fällt es drei von vier Befragten häufig schwer, die Mehrwerte ihrer Beratungsleistung gegenüber den Apothekenkunden aufzuzeigen.

 
Zusatzqualifikationen zu Beratungsthemen in Apotheken.


Apotheker beraten am häufigsten zu Rx- und OTC-Arzneimitteln

Apothekenkunden nehmen Beratung aktuell – wie auch schon in der APOkix-Erhebung vor zwei Jahren – am häufigsten zu verschiedenen Medikamenten in Anspruch. So entfällt im Schnitt rund 42% der Beratungsleistung in Apotheken auf verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx). Durchschnittlich ein gutes Drittel der Apothekenberatung dreht sich um rezeptfreie Medikamente (OTC). Jeweils etwa zehn Prozent der Beratungszeit investieren Apotheker in Krankenpflege und medizinischen Bedarf sowie das Ergänzungssortiment.

Index für aktuelle Geschäftslage steigt erneut

Der Index für die aktuelle Geschäftslage steigt im Februar den dritten Monat in Folge und erreicht einen Wert von 95,3 Punkten. Damit liegt er nur noch knapp unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die für eine ausgeglichene Stimmung unter den APOkix-Teilnehmern steht, und 6,5 Punkte über dem Vorjahreswert.

Dagegen sinkt der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung im Januar leicht. Mit nur 54,5 Punkten spiegelt der Index die pessimistische Erwartung der APOkix-Teilnehmer wider. Rund 55% der Befragten gehen davon aus, dass sich ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten negativ entwickeln wird.

Quelle: IFH Institut für Handelsforschung GmbH


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