Freitag, 14. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
CAR T Prelaunch
CAR T Prelaunch
 
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
04. Dezember 2012

BDI warnt vor Taschenspieler-Tricks - Wesiack: „Betreibt Köhler das Geschäft der Kassen?“

Mit einem Taschenspieler-Trick will der KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Köhler offenbar die Basis über die Unterfinanzierung ärztlicher Leistungen hinwegtäuschen. Er plant dem Vernehmen nach, den Orientierungspunktwert – derzeit 3,5048 Cent – auf die Höhe des kalkulatorischen Punktwerts von 5,11 Cent anzuheben – ohne dass sich die Gesamtvergütung entsprechend erhöht.

Der Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten, BDI e.V., Dr. Wolfgang Wesiack, fragt empört: „Betreibt Köhler das Geschäft der Krankenkassen?“ Mit einer solchen „Währungsreform“ verabschiede sich der KBV-Vorsitzende von den Resten der betriebswirtschaftlichen Kalkulation des derzeitigen EBM. Die Vertragsärzte an der Basis empfinden das Vorgehen als Täuschungsmanöver; profitieren werden bei den nächsten Honorarverhandlungen nur die Krankenkassen.

Mit der Differenz zwischen Orientierungspunktwert und kalkulatorischem Punktwert konnte die Unterfinanzierung des ambulanten Versorgungsbereichs belegt werden. Sie zeigt dem Vertragsarzt, dass 30% seiner Leistungen unentgeltlich erbracht werden.
 
Mit der Zahlenkosmetik durch die „Währungsreform“ verabschiedet sich der jetzige KBV-Vorstand vom ursprünglichen politischen Ziel des EBM und sorgt damit für seine Beerdigung. Für den BDI Präsidenten ist keine Interessenvertretung der KBV mehr für den Arzt an der Basis erkennbar. Stattdessen ziehe sich die KBV mit solchen Tricks aus dem Kampf um mehr Honorar zurück.
Der BDI wird das nicht unwidersprochen hinnehmen.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten


Das könnte Sie auch interessieren
Immer weniger Deutsche bei der Darmkrebsvorsorge
Immer+weniger+Deutsche+bei+der+Darmkrebsvorsorge
©Sebastian Kaulitzki / Fotolia.de

Die Vorstellung ist für Männer wie Frauen anscheinend gleichermaßen derart unangenehm, dass sie die Untersuchungen lieber meiden: Darmkrebsvorsorge. Darauf weist die KKH Kaufmännische Krankenkasse angesichts des Darmkrebsmonats März hin. Laut KKH-Auswertung ist der Anteil der Versicherten, die zwischen 2009 und 2019 einen Vorsorgetest auf Blut im Stuhl gemacht haben, bundesweit bei beiden Geschlechtern um rund 42%...

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung
DEGUM-Experten+fordern+Ultraschall+der+Eierst%C3%B6cke+als+Kassenleistung
© CLIPAREA.com / fotolia.com

Um harmlose Eierstockzysten von bösartigem Eierstockkrebs zu unterscheiden, verwenden Ärzte das Ultraschallverfahren. Zysten und Krebsgeschwülste bilden im sonografischen Bild bestimmte Muster, die ein erfahrener Fachmann unterscheiden kann. Für ein hohes Qualitätsniveau der Untersuchung setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) ein. Sie fordert, dass der Ultraschall der...

Die Björn Schulz Stiftung
Die+Bj%C3%B6rn+Schulz+Stiftung
© Александра Вишнева / fotolia.com

in Deutschland leben derzeit rund 50.000 Familien mit einem lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kind. Ihre Zahl steigt, denn dank des medizinischen Fortschritts haben schwerst- oder unheilbar kranke Kinder heute eine höhere Lebenserwartung als noch vor 20 Jahren. In der für die betroffenen Kinder und Angehörigen schwierigen Situation bieten Kinderhospizdienste eine intensive Begleitung sowie eine umfassende...

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
Mit+neuer+Website+%E2%80%9Epsyche-hilft-koerper.de%E2%80%9C+finden+Krebspatienten+schnell+und+einfach+psychoonkologische+Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BDI warnt vor Taschenspieler-Tricks - Wesiack: „Betreibt Köhler das Geschäft der Kassen?“"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.