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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. Februar 2014

BDI verurteilt maßlose Kritik am Krankenhaus

Die Kritik an der Versorgung in den deutschen Krankenhäusern hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die von einer Krankenkasse im AOK-Krankenhaus-Report  populistisch angestoßene Diskussion wird plötzlich zum Aufmacher einer großen deutschen Sonntagszeitung.

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Es drängt sich der Eindruck auf, dass aus einer in Einzelfällen durchaus berechtigten Kritik eine regelrechte Kampagne gegen einen unverzichtbaren Bestandteil unseres Gesundheitswesens, nämlich das Krankenhaus, losgetreten werden soll. Unverständlich sind die Vorwürfe auch deshalb, weil der den Krankenhäusern vorgeworfene ärztliche und pflegerische Personalmangel durch eine restriktive Finanzierung über die öffentliche Hand und auch durch die Krankenkassen selbst ausgelöst wird. Die Krankenkasse scheut in ihren Stellungnahmen nicht davor zurück, die Verkehrstoten in Deutschland mit Behandlungsfehlern zu vergleichen. Fehlt nur noch der Hinweis, dass man sich in Deutschland bei Krankheit besser in den Straßenverkehr und nicht in ein Krankenhaus begibt.
 
Krankheit ist immer angstbesetzt. Zerstört man durch überzogene und auch unangemessene Kritik das Vertrauen in die Krankenhäuser, nimmt man billigend in Kauf, dass Patienten eine dringend notwendige stationäre Aufnahme verweigern. Hierfür tragen die Kritiker die Verantwortung.
 
Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hat Verständnis dafür, wenn Missstände, auch am Finanzierungssystem der stationären Versorgung in Deutschland, benannt werden, damit sie behoben werden können. Die derzeitige Kritik schießt jedoch weit über das Ziel hinaus und gefährdet Patienten. BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack appelliert deshalb an alle Beteiligten,  die Kirche im Dorf zu lassen.


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