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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
11. Dezember 2017

BDI fordert nachhaltige Laborreform

Der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) betrachtet mit Sorge, dass die zuletzt vorgestellten Laborreformen im ambulanten Versorgungsbereich stets am Kern der Sache vorbeilaufen. Der Geburtsfehler im Bereich der Laborvergütung muss Konsequent beseitigt werden, indem die Sachkosten nicht mehr Teil der Laborvergütung im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) darstellen. Durch bloßes Rechnen lässt sich das Mengenproblem beim Labor nicht lösen. Es führt nur zu Verteilungskämpfen zwischen den verschiedenen Gruppen. Die zukünftige Laborreform muss auf einer medizinisch gesicherten Indikationsbasis neu formuliert werden.
Die Leistungen im Labor sind nicht nur auf die technische Erbringung zu beziehen, sondern haben in erster Linie eine ärztliche Leistungskomponente. Daher ist es zwingend notwendig auch den veranlassenden Arzt mit einzubeziehen. „Eine Laborreform, die diesen Namen auch verdient, muss sich an einer begründeten ärztlichen Indikationsstellung orientieren, in dem klinische Fragestellungen eine ausreichende und sinnvoll begrenzte Zahl von Laboruntersuchungen zugeordnet werden“, stellt BDI-Präsident, Dr. Hans-Friedrich Spies fest. Die hierbei zu Grunde zu legenden Vergütungen und Kosten müssen demnach medizinisch begründet sein und können somit nicht mehr quotiert werden. „Durch die Anbindung an klinische Fragestellungen werden unnötige Laborleistungen zukünftig vermieden und gleichzeitig die Menge begrenzt, ohne dass ein Qualitätsverlust in der Versorgung eintritt“, ist sich Dr. Spies sicher.
 
Der BDI ist bereit zusammen mit dem Laborärzten auszuarbeiten, welche Laborleistung einschlägigen klinischen Fragestellungen hinterlegt werden müssen. Durch eine sinnvolle Indikationsstellung und einem ressourcenschonenden Umgang mit den Leistungen der Labormedizin kann es gelingen medizinisch sinnvoll der Mengenentwicklung entgegenzutreten. Der BDI ruft zudem alle Berufsverbände der jeweiligen Fachgebiete auf, sich einer solchen konstruktiven Diskussion umgehend anzuschließen.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)


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