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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
03. September 2012

BDI fordert die Krankenkassen auf, ihre restriktive Honorarpolitik gegenüber den Vertragsärzten zu korrigieren

Der BDI unterstützt alle Maßnahmen der Vertragsärzte und ihrer Verbände, damit die Krankenkassen ihr Angebot bei den Honorarverhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung angemessen aufbessern.

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Dies gilt auch für die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung, den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschuss zu beklagen, auch wenn der BDI den Rechtsweg für langwierig und wenig aussichtsreich hält. Das Ergebnis des Erweiterten Bewertungsausschusses muss spürbar korrigiert werden.

Werden die berechtigten Forderungen der Ärzte nicht erfüllt, müssen langfristig Konsequenzen gezogen werden, die nicht ohne Folgen für das System der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.

Der BDI wird den vertragsärztlich tätigen Internisten einen „systemkonformen“ Protest empfehlen und gleichzeitig die Körperschaft Kassenärztliche Vereinigung auffordern, ihre teils kassenfreundliche Strategie in der Selbstverwaltung zu korrigieren.

Die Ärzte werden aufgefordert, ihre Leistungen dem zu knappen Geld endlich anzupassen. Viele Praxen überschreiten die Vorgaben durch die „sogenannten“ Regelleistungsvolumina, was Leistungen und vor allem Fallzahl betrifft. Nahezu zum Nulltarif, aber durch zusätzliche Praxiskosten bringen sie noch Geld mit, um alle ihre Patienten sachgerecht zu versorgen. Die Konsequenz kann nur heißen: nach Überschreiten des Regelleistungsvolumens werden in dem jeweiligen Quartal nur noch Notfälle versorgt. Geldmuss der Leistung folgen. Die Selbstausbeutung in den Praxenmuss ein Ende haben.

In den Gremien der Selbstverwaltung pflegen Kassen und Kassenärztliche Vereinigung seither ein sogenanntes partnerschaftliches Verhältnis. Dies muss bei der Honorarpolitik der Kassen ein Ende haben. Kassen werden nicht mehr Partner, sondern Gegner sein. Die Kassenärztliche Vereinigung muss in der Selbstverwaltung neue Allianzen suchen, möglichst mit den übrigen Leistungserbringern, aber auch mit den Patienten.

Der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses wird eineCaesur in der Beziehung Ärzte/ Krankenkassen bedeuten, wenn der Beschluss nicht im Sinne des KV-Angebots korrigiert wird.

Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V.


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