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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
02. Mai 2013

BDI bezweifelt Vorwurf falscher Klinikabrechnungen

Der GKV-Spitzenverband scheint sich darauf zu konzentrieren, die Leistungserbringer im Gesundheitswesen, seine Vertragspartner, rundum zu diffamieren. Der neueste Clou: Angeblich sei jede zweite Krankenhaus-Abrechnung falsch. Den Kassen entstünden dadurch Schäden in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich. Der Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI e.V.), Dr. Wolfgang Wesiack, bezweifelt diese Behauptungen: "Das ist völlig unglaubwürdig."

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Er vertraut der Aussage des Hauptgeschäftsführers der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), wonach 96% aller abgerechneten Fälle selbst nach intensiver Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen nicht beanstandet werden. Das durch die Prüfungen in Frage gestellte Finanzvolumen von zwei Milliarden Euro könne nicht mit Falschabrechnungen gleichgesetzt werden. Das effektive Rückzahlungsvolumen liege unter 1%.

So zeigt ein bereits im Herbst 2011 veröffentlichtes Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, dass der überwiegende Teil der MDK-Prüfungen sich nicht auf die sachlich-fachliche Rechnungsprüfung bezieht, sondern dass nachträglich die von den Kliniken erbrachten medizinischen Leistungen in Frage gestellt werden. Der BDI hält es wie die DKG für zynisch, Leistungen, die sich an den Nöten der Patienten orientieren, im Nachhinein aus Spargründen anzuzweifeln.

Der Internistenverband sieht in der Gesetzesinitiative von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, dauerhaft einen Schlichtungsausschuss der Kliniken und Kassen einzurichten, einen vernünftigen Weg, solchen haltlosen Vorwürfen von vornherein den Boden zu entziehen.

Quelle: BDI


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