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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. September 2012

Bayern will mehr Geld für Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser

Bayerns Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) dringt angesichts der Milliarden-Überschüsse bei den Krankenkassen auf zusätzliche Ausgaben für Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser. Wahlgeschenke wie die Abschaffung der Praxisgebühr oder eine Beitragssatzsenkung lehnt er ab. Es gehe um die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung, sagte Huber der "Süddeutschen Zeitung"(Mittwoch). "Dazu müssen wir Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker stärken, speziell im ländlichen Raum." Insgesamt sollen die drei Gruppen des Gesundheitssystems zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro zusätzlich erhalten.

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Knapp ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern macht sich Huber damit zentrale Forderungen von Ärzteschaft, Apothekern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) zu eigen. Nach Rechnung des Unions-Gesundheitsexperten Jens Spahn (CDU) werden die ärztlichen Honorare um mindestens eine Milliarde Euro ansteigen. Auch für die Krankenhäuser stünden zusätzliche Ausgaben von mindestens 1,5 Milliarden Euro an. Für die Apotheker werden Mehrausgaben der Kassen von etwa 310 Millionen Euro erwartet. Derzeit sitzen Gesundheitsfonds und Krankenkassen auf Reserven von fast 22 Milliarden Euro.

In einem Antrag im Bundesrat setzt sich Bayern dafür ein, die finanzielle Situation der Krankenhäuser - vor allem die der Kliniken auf dem Land - zu verbessern. Die Ausgaben für Energie und Personal stiegen deutlich schneller als die Einnahmen der Kliniken. Die DKG sieht sich damit in ihren Befürchtungen bestätigt: Den Krankenhäusern drohe 2013 "eine katastrophale finanzielle Unterdeckung". Während die Kasseneinnahmen sprudelten, werde den Kliniken "eine Refinanzierungsrate von 2,03% zugemutet, mit der nicht einmal die Inflationsrate, geschweige denn die bereits feststehenden Stufen der Tariferhöhungen im nächsten Jahr gedeckt werden», schlug DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum Alarm.


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