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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
20. Oktober 2014

Bayern: Ärzte verordnen Heilmittel für fast 740 Millionen Euro - plus 3,3%

Die niedergelassenen Ärzte haben in Bayern vergangenes Jahr Heilmittel wie Krankengymnastik, Massagen oder Sprachtherapien im Wert von über 739 Millionen Euro verordnet. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 3,3%. Sie bezieht sich dabei auf die aktuelle Statistik des GKV-Spitzenverbands. Die  Zahl der ausgestellten Heilmittelrezepte im Freistaat ging mit etwas mehr als fünf Millionen um 0,3% zurück.

Im Durchschnitt bekam jeder gesetzlich Versicherte in Bayern Heilmittel für rund 71 Euro verschrieben. Damit liegt der Freistaat deutlich unter dem Bundesschnitt von 75 Euro. Das umsatzstärkste Heilmittel war im letzten Jahr Krankengymnastik (556 Millionen Euro). Mit großem Abstand folgen Ergotherapie (92 Millionen Euro) und Sprachtherapie (73 Millionen Euro).

Bei den bayerischen Kindern unter 15 Jahren dagegen, lag die Sprachtherapie mit über 42 Millionen Euro Umsatz ganz vorne. Das ist in etwa so hoch wie im Vorjahr und entspricht in dieser Altersgruppe dem Betrag für Ergotherapie und Krankengymnastik zusammen. "Die Krankenkassen füllen hier nach wie vor eine Lücke, die Elternhaus oder Lernstätten offen lassen", sagte Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. "Viele Eltern möchten ihre Kinder fit für die Schule machen und bauen zum Teil mit Therapiewünschen auch Druck auf die Kinderärzte auf."

Quelle: RK


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