Dienstag, 20. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
26. Mai 2017

Ärzte fordern Ausbau der Medizin-Studienplätze

Der Deutsche Ärztetag will durch einen Ausbau der Studienplätze die medizinische Versorgung in Deutschland langfristig sicherstellen. Bund und Länder müssten die Zahl der Plätze sofort um mindestens zehn Prozent erhöhen und ausreichend finanzieren, forderte die Ärzteschaft in einer am Donnerstag in Freiburg veröffentlichten Mitteilung. Ansonsten werde der "Masterplan Medizinstudium 2020" hinter den Erwartungen zurückbleiben. Mit ihm sollen Medizinstudenten verstärkt für die Niederlassung als Landarzt gewonnen werden. Die darin vorgesehene optionale Einführung einer Landarztquote lehnte der Ärztetag hingegen ab. Eine Verpflichtung zur Landarzttätigkeit im Tausch gegen einen Studienplatz mache die Hausarzttätigkeit nicht attraktiver.
Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Überdies verlangte das Ärzteparlament eine Förderung der gesundheitlichen Kompetenzen von Kindern- und Jugendlichen. "Kinder und Jugendliche sollen körperliche und seelische Prozesse besser verstehen und Kenntnisse sowie die Motivation zu einer gesundheitsförderlichen Lebensführung erlernen", heißt es in einer Entschließung. So sollen Gesundheitsthemen in die Ausbildung von Lehrern und Erziehern sowie in die schulischen Lehrpläne aufgenommen werden. Denkbar seien projektbezogener Unterricht, eigene Unterrichtseinheiten sowie ein eigenes Schulfach "Gesundheit".

Außerdem will die Ärzteschaft die Kostenzuständigkeit für Dolmetscherdienste bei medizinischen Behandlungen geklärt wissen. Der Gesetzgeber müsse dafür eine Finanzierungsregelung in den Pflichtleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufnehmen.

Quelle: dpa


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Männer sind Vorsorgemuffel bei Krebsfrüherkennung
M%C3%A4nner+sind+Vorsorgemuffel+bei+Krebsfr%C3%BCherkennung
© deagreez / Fotolia.com

In Deutschland geht nur gut jeder neunte Mann zur Prostatakrebsvorsorge. 4,65 Millionen und zwar 11,7 Prozent aller anspruchsberechtigten Bürger nahmen im Jahr 2014 die kostenlose Früherkennungsuntersuchung wahr, wie die BARMER GEK zum Weltmännertag am 3. November mitteilt. Damit bleiben Männer Präventionsmuffel. Denn im Jahr 2010 absolvierten 11,41 Prozent den Check. „Eine Krebsvorsorgeuntersuchung kann Leben...

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ärzte fordern Ausbau der Medizin-Studienplätze"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.